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Ukraine-Krieg: Fidan fordert erneute Friedensgespräche in Istanbul
Bei seinem Kiew-Besuch hat der türkische Außenminister Fidan vor einer Ausweitung des Ukraine-Krieges auf das Schwarze Meer gewarnt. Türkiye setze sich für Istanbul-Friedensgespräche zwischen Russland und der Ukraine ein, betonte er.
Ukraine-Krieg: Fidan fordert erneute Friedensgespräche in Istanbul
Ukraine-Krieg: Fidan fordert erneute Friedensgespräche in Istanbul / Foto: AA

Türkiye betrachtet eine mögliche Fortsetzung der Istanbul-Gespräche zum Krieg zwischen Russland und der Ukraine nach den Worten von Außenminister Hakan Fidan als äußerst sinnvoll. Die von Ankara vermittelten Verhandlungen sollten im bisherigen Rahmen weitergeführt werden, forderte Fidan am Donnerstag bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit seinem ukrainischen Amtskollegen Andrij Sybiha in Kiew.

Türkiye arbeite an neuen strategischen Ansätzen, um die festgefahrene Situation zu überwinden. Neue Vorschläge würden mit den Kriegsparteien und weiteren Vermittlern erörtert. Trotz der anhaltenden Kämpfe müsse der diplomatische Dialog fortgesetzt werden.

„Die Tatsache, dass der Krieg weitergeht, bedeutet nicht, dass die Verhandlungen in diesem Format nicht fortgesetzt werden können“, sagte Fidan. Nach den Istanbul-Gesprächen hätten sich auch US-Unterhändler eingeschaltet. Der Krieg dauere an, während zugleich das Eskalationsrisiko zunehme.

Selenskyj-Putin-Treffen in Türkiye möglich

Sybiha brachte unterdessen Türkiye als möglichen Gastgeber für ein Treffen zwischen dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj und dem russischen Präsidenten Wladimir Putin ins Gespräch.

Ein Treffen der beiden Staatschefs könne dem Friedensprozess neue Dynamik verleihen, erklärte der ukrainische Außenminister. Türkiye hatte bereits zu Beginn des Krieges sowie Mitte 2025 Gespräche zwischen Russland und der Ukraine vermittelt.

Fidan warnt vor Ausweitung des Krieges auf das Schwarze Meer

Fidan warnte zugleich vor einer Ausweitung des Krieges auf das Schwarze Meer. Angriffe auf „Häfen, Tanker und Fischerboote“ sowie die Gefährdung von Zivilisten seien nicht zu rechtfertigen.

Ein mögliches Friedensabkommen müsse zudem Sicherheitsgarantien für die Ukraine zu Land, auf See und in der Luft enthalten. Türkiye habe sich bereit erklärt, die Führung bei der maritimen Komponente zu übernehmen. Die beteiligten Seestreitkräfte arbeiteten bereits an entsprechenden Planungen.

QUELLE:TRT Deutsch