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Außenpolitischer Berater von Merz trifft Rubio
Trump ist verärgert über die Nato-Partner, auch Deutschland hat er kritisiert. Er verlangt mehr Unterstützung für den Iran-Krieg. Nun ist ein Vertrauter des Kanzlers nach Washington gereist.
Außenpolitischer Berater von Merz trifft Rubio
Außenpolitischer Berater von Merz trifft Rubio / Foto: Kay Nietfeld/dpa / DPA
vor 2 Stunden

Nach der Kritik von US-Präsident Donald Trump an Deutschland und anderen europäischen Nato-Partnern hat der außenpolitische Berater von Bundeskanzler Friedrich Merz, Günter Sautter, US-Außenminister Marco Rubio in Washington getroffen. Eine Regierungssprecherin in Berlin bestätigte einen entsprechenden Bericht von „Table.Briefings“.

Das Treffen habe am Mittwoch stattgefunden, beide hätten über den Iran, die Nato und die Ukraine gesprochen. Es sei ein „sehr positives Gespräch“ gewesen, so die Sprecherin.

Trump und Rubio haben gerade erst wieder die Nato-Mitgliedschaft der USA infrage gestellt. Rubio sagte Anfang der Woche: „Wir werden den Wert der Nato und dieses Bündnisses für unser Land neu prüfen müssen.“ Beide sind verärgert darüber, dass diverse Nato-Mitglieder den Krieg der USA und Israels gegen den Iran nicht unterstützen.

Trump hatte in dem Zusammenhang auch Merz direkt kritisiert. Er warf dem Kanzler vor, der habe gesagt: „Das ist nicht unser Krieg.“ Tatsächlich stammt der Satz von Verteidigungsminister Boris Pistorius (SPD). Merz hatte sich kürzlich bei einem Besuch in Norwegen so geäußert: „Deutschland ist nicht Teil dieses Krieges, und wir wollen es auch nicht werden.“

US-israelischer Angriffskrieg gegen den Iran

Israel und die USA hatten am 28. Februar einen völkerrechtswidrigen Angriffskrieg gegen den Iran gestartet. Bei landesweiten Luftangriffen wurden mehrere ranghohe Vertreter des Iran getötet, darunter das geistige Oberhaupt Ayatollah Ali Chamenei. Die US-israelischen Angriffe erfolgen auch in zivilen Wohngebieten.

Nach Angaben des iranischen Gesundheitsministeriums töteten Israel und die USA bisher mindestens 1.937 Menschen im Iran. Mehr als 24.800 Menschen wurden demnach verletzt.

Der Iran reagiert mit Gegenschlägen auf Ziele in Israel sowie Einrichtungen des US-Militärs in Staaten der Golfregion. Offizielle Stellen meldeten bisher mindestens 167 Tote und Hunderte Verletzte.

QUELLE:TRT Deutsch und Agenturen