Im Iran ist erstmals seit Beginn des US-israelischen Angriffskrieges wieder ein Linienflug einer ausländischen Airline gelandet. „Der Flug von Iraqi Airways hob vom Flughafen in Nadschaf ab und landete erfolgreich auf dem Imam-Chomeini-Flughafen in Teheran“, berichtete das staatliche Fernsehen am Donnerstag. Den Angaben zufolge brachte der Flug Gläubige aus der Pilgerstadt im Irak in den Iran zurück.
Das irakische Verkehrsministerium hatte in der vergangenen Woche mitgeteilt, dass die USA der staatlichen Fluglinie eine Ausnahmegenehmigung für Flüge in den Iran erteilt habe. Diese erstrecke sich auf Pilgerflüge zwischen dem Iran und Nadschaf. Auch einzelne iranische Airlines hatten die Genehmigung erhalten, eine der heiligsten Stätten des schiitischen Islams anzufliegen. Diese Flüge waren am Sonntag wieder aufgenommen worden – nun landete mit Iraqi Air erstmals seit Kriegsbeginn eine ausländische Fluglinie wieder in Teheran.
Im Zuge des völkerrechtswidrigen US-israelischen Angriffskriegs gegen den Iran hatte die US-Regierung Anfang September weitreichende Sanktionen gegen den iranischen Luftfahrtsektor verhängt und angekündigt, hart gegen Unternehmen vorzugehen, die ihn unterstützen. Teheran reichte deswegen Ende September eine Beschwerde bei der Internationalen Zivilluftfahrtorganisation (ICAO) ein.
Für Iraner sind derzeit Flüge in das benachbarte Türkiye eine Möglichkeit, das Land zu verlassen oder wieder in ihre Heimat zurückzukehren. Weiterhin bedienen iranische Fluglinien zudem Strecken nach Afghanistan, Pakistan, China, Russland, Malaysia und Thailand.
Die USA und Israel hatten am 28. Februar einen völkerrechtswidrigen Angriffskrieg gegen den Iran gestartet. Anfang April wurde eine Waffenruhe vereinbart, die jedoch immer wieder gebrochen wurde. Die Kämpfe gingen auch nach dem Mitte Juni unterzeichneten Rahmenabkommen weiter. Beim NATO-Gipfel Anfang Juli erklärte US-Präsident Donald Trump die Waffenruhe schließlich für beendet.
Im August kündigte Trump einen Wirtschaftskrieg gegen den Iran an. Ländern, die mit Teheran weiterhin Geschäfte machen, drohen sogenannte Sekundärsanktionen. Zu den größten Handelspartnern des Iran gehören China und Türkiye.























