Nach den ersten gegenseitigen Angriffen seit Beginn einer fragilen Waffenruhe vor rund zwei Monaten hat die iranische Armee am Montag eine „Einstellung“ ihrer Vergeltungsschläge gegen Israel angekündigt. Der Iran habe Israel eine „schmerzhafte Antwort“ gegeben, und „dementsprechend ist hiermit die Einstellung der Armee-Einsätze verkündet“, gab die iranische Armeeführung in einer im Staatsfernsehen verbreiteten Erklärung bekannt. Zugleich warnte sie, dass noch „härtere und vernichtendere Maßnahmen“ ergriffen würden, sollten die Angriffe durch Israel auch auf den Süden des Libanon fortgesetzt werden.
Der iranische Präsident Massud Peseschkian versicherte seinerseits, dass der Iran am Verhandlungstisch bleibe. „Die Verteidigung und die Diplomatie sind die zwei Pfeiler der nationalen Stärke“, schrieb er im Onlinedienst X. „Wir haben weder das Schlachtfeld noch den Verhandlungstisch verlassen.“
Der Iran hatte am Sonntag erstmals seit Inkrafttreten einer Waffenruhe Anfang April wieder Raketen auf Israel abgefeuert. Irans zentrales Militärkommando bestätigte die Raketensalven. In einer am Sonntagabend vom staatlichen Rundfunk verbreiteten Erklärung begründeten die iranischen Streitkräfte die Vergeltungsschläge mit „wiederholten Verstößen“ der israelischen Armee gegen die Waffenruhe im Libanon. Irans Streitkräfte zielten nach eigenen Angaben unter anderem auf den israelischen Luftwaffenstützpunkt Ramat David. Am Montagmorgen folgten weitere Raketensalven.
Israel griff in der Nacht zum Montag seinerseits Orte im Iran an. Das Land setzte sich damit über die Aufforderung von US-Präsident Donald Trump hinweg, von Angriffen auf den Iran abzusehen.
Die USA und Israel hatten am 28. Februar einen völkerrechtswidrigen Angriffskrieg gegen den Iran begonnen. Der Iran reagierte mit Gegenschlägen auf Ziele in Israel sowie Einrichtungen des US-Militärs in Staaten der Golfregion. Aktuell gilt in dem Krieg eine Waffenruhe, die aber fragil ist.























