TÜRKİYE
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Mekka-Pakt: Fidan betont defensiven Charakter des Bündnisses
Das Verteidigungsabkommen zwischen Türkiye, Pakistan und Saudi-Arabien untersagt laut Außenminister Fidan Angriffe auf andere Staaten. Sollte jedoch ein Vertragsstaat angegriffen werden, werde man ihm bei der Verteidigung zur Seite stehen.
Mekka-Pakt: Fidan betont defensiven Charakter des Bündnisses
Der türkische Außenminister Hakan Fidan / Foto: AA

Der türkische Außenminister Hakan Fidan hat den defensiven Charakter des mit Pakistan und Saudi-Arabien abgeschlossenen Mekka-Verteidigungspaktes unterstrichen. Die Allianz erlaube keine Angriffe auf andere Staaten, sagte Fidan am Donnerstag bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit der ungarischen Vize-Ministerpräsidentin und Außenministerin Anita Orban in Ankara. „Die notwendigen Arbeiten für die Vorlage des Abkommens im Parlament sind abgeschlossen“, erklärte der türkische Chefdiplomat. 

Fidan zufolge verpflichtet der Pakt die Mitgliedstaaten zum Beistand, wenn eines der Länder angegriffen wird. „Wenn ein Vertragsstaat angegriffen wird, steht man ihm bei seiner Verteidigung zur Seite. Dies ist kein Angriffsabkommen“, betonte er. Das Bündnis gebe Türkiye keine Befugnis, Truppen für eine Offensive in das Hoheitsgebiet eines anderen Mitgliedslandes zu entsenden.

Türkiye, Pakistan und Saudi-Arabien hatten das „Gemeinsame Verteidigungsabkommen von Mekka“ am 7. August unterzeichnet. Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdoğan, der pakistanische Ministerpräsident Shehbaz Sharif sowie der saudische Kronprinz und Ministerpräsident Mohammed bin Salman hatten das Abkommen unterschrieben.

Mit der Verteidigungsallianz wollen die drei Staaten ihre Sicherheit durch gemeinsame Abschreckung und Verteidigung stärken. Zugleich verfolgen sie das Ziel, regionale Probleme durch Zusammenarbeit zu lösen und die Stabilität in der Region zu fördern.

Zur Koordinierung richteten die Mitgliedsländer ein Strategisches Politik- und Verteidigungskomitee ein. Ihm gehören die Außen- und Verteidigungsminister sowie die Generalstabschefs der drei Staaten an. Das Gremium kam am 31. August erstmals in Istanbul zusammen.

Am Montag einigten sich die Mitgliedsländer bei einem Dringlichkeitstreffen in Riad auf die rasche Verlegung türkischer und pakistanischer Truppen nach Saudi-Arabien. Die Umsetzung soll im Rahmen der jeweiligen nationalen Gesetze erfolgen.

QUELLE:TRT Deutsch