In Syrien ist ein General des ehemaligen Machthabers Baschar al-Assad festgenommen worden, der an einem Chemiewaffenangriff 2013 nahe der Hauptstadt Damaskus beteiligt gewesen sein soll. Wie das Innenministerium am Freitag mitteilte, wurde „Chardal Ahmed Dajub, ein ehemaliger Brigadegeneral in den Streitkräften des gestürzten Regimes und ehemaliger Leiter der Abteilung des Luftwaffengeheimdienstes in Daraa, wegen seiner direkten Beteiligung an systematischen Verstößen gegen Zivilisten“ festgenommen.
Das Ministerium warf Dajub vor, „in chemische Angriffe während seines Dienstes in der Damaskus-Abteilung und seiner Präsenz im Gebiet von Harasta verwickelt gewesen zu sein“, wo „er repressive Einsätze überwachte und zur logistischen Koordinierung des Beschusses von Ost-Ghuta mit international verbotenen Chemiewaffen beitrug“.
Die USA hatten Damaskus wegen des Giftgas-Angriffs mit bis zu 1400 Toten im August 2013 nahe der Hauptstadt Damaskus mit einem Militärangriff gedroht, dies aber nicht umgesetzt. Der Westen machte Assad für den Chemiewaffeneinsatz verantwortlich.
Syrische Kämpfer unter Führung der Rebellengruppe Hajat Tahrir al-Scham (HTS) befreitennach jahrelangem Bürgerkrieg am 8. Dezember 2024 Damaskus. Machthaber Assad, der Syrien mit eiserner Hand regiert und in den fast 14 Jahre dauernden Bürgerkrieg gestürzt hatte, floh daraufhin nach Russland. Präsident Ahmad al-Scharaa bemüht sich seit seinem Amtsantritt im Januar 2025 um Reformen in seinem Land.














