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Wadephul führt Gespräche im Vatikan – Russland im Zentrum
Evangelischer Minister im katholischen Kirchenstaat: Der Außenminister wird zwar nicht vom Papst, aber von der Nummer zwei im Vatikan empfangen. Auch der Ukraine-Krieg dürfte eine Rolle spielen.
Wadephul führt Gespräche im Vatikan – Russland im Zentrum
Wadephul führt Gespräche im Vatikan – Russland im Zentrum / Foto: Michael Kappeler/dpa

Außenminister Johann Wadephul setzt seine Reise am Freitag zunächst mit einem weiteren Termin in Rom fort und führt anschließend Gespräche im Vatikan und in Slowenien. Am Vormittag ist zuerst ein Treffen mit Vertretern der katholischen Hilfsgemeinschaft Sant'Egidio geplant. Anschließend soll der CDU-Politiker von Kardinalstaatssekretär Pietro Parolin empfangen werden, der Nummer zwei im Vatikan. Zudem will Wadephul den Außenbeauftragten des Vatikans, Erzbischof Paul Richard Gallagher, treffen. Der Bundesaußenminister ist evangelisch und praktizierender Christ.

Der seit mehr als viereinhalb Jahren andauernde Russland-Ukraine-Krieg dürfte eines der wichtigsten Themen bei den Treffen Wadephuls im Vatikan sein. Papst Leo XIV. hat erst kürzlich neue internationale Anstrengungen für Gespräche über ein Ende des Kriegs verlangt und gefordert, dass sich die Staats- und Regierungschefs Russlands, der Ukraine und anderer Länder an einen Tisch setzen sollten, um miteinander zu sprechen.

Gallagher, der oft als Außenminister des Vatikans bezeichnet wird, hatte Ende August bei einem Treffen mit Russlands Außenminister Sergej Lawrow in Moskau die Aufnahme „echter Verhandlungen“ mit internationaler Unterstützung gefordert. Der Vatikan hat die russische Invasion in der Ukraine verurteilt, versucht aber, den Dialog mit Moskau aufrechtzuerhalten. Wadephul hatte Lawrow vor knapp einer Woche am Rande der Vereinten Nationen in New York getroffen – die Unterredung endete allerdings ohne greifbare Ergebnisse.

Besuch in Slowenien

Am Nachmittag fliegt Wadephul nach Slowenien. In der Hauptstadt Ljubljana sind Treffen mit Außenminister Tone Kajzer und dem rechtskonservativen Ministerpräsidenten Janez Jansa geplant. Anschließend will der Bundesaußenminister an den Feierlichkeiten zum Tag der Deutschen Einheit am 3. Oktober teilnehmen.

QUELLE:TRT Deutsch und Agenturen