An Bord einer Flydubai-Maschine auf dem Weg nach Tel Aviv soll einer der Piloten den anderen mit einem Messer verletzt haben. Dies berichteten verschiedene israelische Medien am Mittwoch unter Berufung auf Passagiere des Flugzeugs. Eine Israelin erzählte dem TV-Sender N12, unter den Passagieren habe große Angst geherrscht, es habe „Schreie und Panik“ gegeben. „Einige Männer, darunter auch Israelis, standen auf und überwältigten den Angreifer“, sagte sie. Es gehe den Passagieren der Maschine inzwischen gut. „Die Situation hätte aber auch anders enden können“, sagte sie.
Eine weitere Israelin erzählte dem Sender, sie habe Schreie im Flugzeug gehört und anschließend viel Blut im Cockpit gesehen. „Es gab Momente, in denen wir dachten, dass wir das nicht lebend überstehen würden.“
Eine weitere Israelin erzählte dem Sender, sie habe Schreie im Flugzeug gehört und anschließend viel Blut im Cockpit gesehen. „Es gab Momente, in denen wir dachten, dass wir das nicht lebend überstehen würden.“
Das israelische Nachrichtenportal „ynet“ berichtete, der tatverdächtige Copilot stamme aus dem Oman. Dafür gab es aber zunächst keine offizielle Bestätigung. Zunächst hatte es geheißen, der Pilot sei russischer und der Copilot ukrainischer Herkunft.
Eine israelische Sprecherin bestätigte, der tatverdächtige Copilot werde gegenwärtig in Saudi-Arabien befragt. Laut Medienberichten geht man in Israel von einem möglichen versuchten Terroranschlag aus. Zunächst war nur von einem Streit unter den Piloten als Grund für die Notlandung in Saudi-Arabien berichtet worden. Rund 180 israelische Passagiere waren an Board. Israel und Saudi-Arabien unterhalten keine diplomatischen Beziehungen.
Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu sagte dem US-Sender Fox News am Mittwoch, indem sie den Versuch des Copiloten abgewehrt hätten, die Maschine zum Absturz zu bringen, hätten sie „eine Katastrophe gestoppt, die globale Ausmaße hätte annehmen können“. Israels Präsident Isaac Herzog kündigte an, vier Passagiere mit einem der höchsten Orden des Landes auszuzeichnen.
Indiens Premierminister Narendra Modi sagte über den indischen Piloten: „Kapitän Smit Machchhar ist ein Held“. Er habe in höchster Gefahr und trotz schwerer Verletzungen enormen Mut bewiesen „und eine unerschütterliche Entschlossenheit, das Leben anderer zu schützen“, schrieb Modi am Donnerstag in Onlinediensten. Nach Angaben der indischen Botschaft wird Machchhar in einem Krankenhaus in Saudi Arabien behandelt.
Bundesaußenminister Johann Wadephul (CDU) sprach von einem „versuchten Entführungsfall“. US-Präsident Donald Trump sagte, nachdem er mit Netanjahu am Mittwoch über den Vorfall gesprochen hatte: „Es sieht so aus, als ob der Copilot möglicherweise ein Terrorist oder vielleicht ein Spinner war.“























