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Mekka-Pakt: Türkiye und Pakistan wollen Saudi-Arabien unterstützen – Trump begrüßt Vorhaben
Türkiye und Pakistan wollen als Mitglieder der Mekka-Verteidigungsallianz mit Truppen die heiligen Stätten in Saudi-Arabien vor möglichen Angriffen schützen. Nun hat sich auch US-Präsident Trump dazu geäußert.
Mekka-Pakt: Türkiye und Pakistan wollen Saudi-Arabien unterstützen – Trump begrüßt Vorhaben
Mekka-Pakt: Türkiye und Pakistan wollen Saudi-Arabien unterstützen – Trump begrüßt Vorhaben / Foto: AA

US-Präsident Donald Trump hat eine Vereinbarung von Türkiye und Pakistan begrüßt, Saudi-Arabien im Rahmen des sogenannten Mekka-Verteidigungspakts militärisch zu unterstützen. „Ich denke, sie wollen Saudi-Arabien helfen, und ich denke, das ist großartig“, sagte Trump am Mittwoch vor Journalisten im Weißen Haus. 

Die türkische Regierung will nach Angaben eines Sprechers der regierenden AK-Partei innerhalb weniger Tage ein entsprechendes Abkommen dem Parlament vorlegen. Damit könnte der Weg für eine Entsendung türkischer Soldaten nach Saudi-Arabien geebnet werden.

Dringlichkeitstreffen in Riad

Türkiye und Pakistan hatten zuletzt eine rasche Verlegung gemeinsamer Truppen nach Saudi-Arabien beschlossen. Dies teilten die drei Mitgliedstaaten am Montag in einer vom pakistanischen Außenministerium veröffentlichten gemeinsamen Erklärung mit. Die Entscheidung sei bei einem Dringlichkeitstreffen des Mekka-Verteidigungspaktes am Montag in Riad getroffen worden. Die Umsetzung erfolge im Rahmen der nationalen Gesetze der drei Staaten. 

Der türkische Außenminister Hakan Fidan hatte nach dem Treffen in Riad gesagt, man habe erörtert, welche Unterstützung zur Verteidigung Saudi-Arabiens geleistet werden könne. Zugleich seien Wege für eine friedliche Lösung durch Dialog besprochen worden. 

Auslöser für das Treffen war ein Vorfall in der vergangenen Woche. Die von Saudi-Arabien angeführte Militärkoalition im Jemen hatte behauptet, dass die mit dem Iran verbündeten Huthi-Rebellen eine Stromverteilerstation in der saudiarabischen Stadt Medina angegriffen hätten. Diese Anlage versorgt die Prophetenmoschee, eine der heiligsten Stätten des Islam, mit Elektrizität. Die Huthi-Miliz wies die Anschuldigungen zurück. Einige Beobachter halten auch einen Angriff Israels unter falscher Flagge für möglich. 

Mekka-Pakt im August geschlossen

Die mehrheitlich sunnitischen Staaten Türkiye, Pakistan und Saudi-Arabien hatten den Pakt unter dem Namen „Gemeinsames Verteidigungsabkommen von Mekka“ Anfang August vor dem Hintergrund des Iran-Kriegs und dessen Folgen gegründet. Darin ist festgelegt, dass ein bewaffneter Angriff auf ein Mitgliedsland als Angriff auf alle gewertet wird. Konkrete militärische Verpflichtungen waren bei der Bekanntgabe des Paktes im Sommer jedoch nicht genannt worden.

In Saudi-Arabien wurden derweil drei Menschen bei Angriffen auf Flughäfen des Landes getötet. Nach Angaben der Luftfahrtbehörde wurden die Flughäfen Riad sowie Abha im Südwesten des Königreichs am Dienstag und Mittwoch zum Ziel von Angriffen. Insgesamt 36 Menschen seien dabei verletzt worden. Die zwei Angriffe hätten auch Sachschaden verursacht, hieß es weiter. In der Mitteilung der saudi-arabischen Behörde gab es keine Angaben dazu, woher der Beschuss kam. Davor hatte die Huthi-Miliz im Jemen mehrfach Angriffe auf beide Flughäfen für sich reklamiert. Am Montag hieß es von der Miliz unter anderem, sie habe eine ballistische Rakete auf den internationalen Flughafen in Abha abgefeuert.

QUELLE:TRT Deutsch