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Trump verteidigt Iran-Krieg trotz Wahlniederlage
Trump räumt ein, dass die wirtschaftlichen Folgen des Angriffskriegs gegen den Iran zur Wahlniederlage seiner Republikaner beigetragen haben. Er steht jedoch zu seinem Kurs in dem Konflikt.
Trump verteidigt Iran-Krieg trotz Wahlniederlage
04.11.2026, USA, Washington: Donald Trump, Präsident der USA, hält eine Rede im Weißen Haus. Foto: Alex Brandon/AP/dpa

US-Präsident Donald Trump hat eingeräumt, dass die durch den Angriffskrieg gegen den Iran gestiegenen Spritpreise ein Grund für die Niederlage seiner Republikaner bei den Parlamentswahlen waren. Er halte die Einschätzung seines Vizepräsidenten JD Vance, der den Krieg als Grund für die Wahlniederlage bezeichnet hatte, für weitgehend zutreffend, sagte Trump am Mittwoch vor Journalisten in Washington. Der Krieg habe die Preise kurzfristig „ein wenig“ in die Höhe getrieben. 

Gleichzeitig verteidigte er seine Entscheidung zum Angriffskrieg gegen den Iran. Wenn er noch einmal vor der Wahl stünde, würde er genauso handeln, sagte der Republikaner. Man dürfe nicht zulassen, dass der Iran eine Atomwaffe bekomme. Auf die Frage, ob der Krieg es wert gewesen sei, antwortete er mit Ja.

Er behauptete auch, der Unmut richte sich nicht gegen den Krieg an sich, sondern gegen die gestiegenen Preise: „Es ist nicht der Krieg, sondern die Preise.“ 

Trump sagte zudem, dass seine Partei die Wahlen gewonnen hätte, wenn er selbst auf dem Stimmzettel gestanden hätte. Die Begeisterung seiner Anhänger bei Wahlkampfveranstaltungen habe sich nicht auf die republikanischen Kandidaten übertragen lassen.

Mit Blick auf ein mögliches neues Amtsenthebungsverfahren, das die Demokraten mit ihrer Mehrheit im Repräsentantenhaus einleiten könnten, zeigte sich Trump gelassen. Er mache sich deswegen „nicht einmal ein bisschen“ Sorgen. Ein solcher Schritt würde seiner Ansicht nach die Demokratische Partei „zerstören“. Es gebe keinen Grund dafür, behauptete er. „Wofür? Dafür, dass wir ein erfolgreiches Land haben?“, fragte Trump.

Die Republikaner hatten bei den Wahlen am Vortag die Mehrheiten in Repräsentantenhaus und Senat verloren. US-Wähler bescherten der Demokratischen Partei einen erdrutschartigen Sieg. Wählerbefragungen zufolge war die Unzufriedenheit mit der Politik Trumps, den die Amerikaner für Preissteigerungen verantwortlich machen, der Auslöser.

QUELLE:TRT Deutsch und Agenturen