Chinas Tischtennis-Nationalmannschaft der Männer hat zum ersten Mal seit 26 Jahren wieder ein WM-Spiel verloren. Nach zehn Titelgewinnen in Serie unterlag die Tischtennis-Weltmacht bei der Team-WM am Samstag in London in ihrem zweiten Gruppenspiel mit 1:3 gegen Südkorea. Zuletzt hatten die Chinesen auf diesem Niveau eine Niederlage im Weltmeisterschafts-Finale 2000 in Kuala Lumpur kassiert. Damals hieß der Gegner Schweden.
Dass die große chinesische Dominanz zumindest bei den Männern vorbei ist, hatte sich bereits in den vergangenen Monaten abgezeichnet. Mit Ma Long und dem Bundesliga-Profi Fan Zhendong vom 1. FC Saarbrücken beendeten die Einzel-Weltmeister und -Olympiasieger von 2015 bis 2024 ihre Nationalmannschafts-Karrieren. Neben dem aktuellen Weltmeister Wang Chuqin gibt es nur noch einen weiteren Spieler aus China in den Top 10 der Weltrangliste.
„Ich will nicht sagen, dass der Serien-Weltmeister China ins Straucheln geraten ist. Aber er wirkt ein bisschen angreifbarer“, sagte der deutsche Sportvorstand Richard Prause. „Die Chinesen sind nicht unkaputtbar. Auch sie müssen mit ihren Kräften haushalten. Sie haben eine sehr junge Generation. Und auch in China fallen die Talente nicht von den Bäumen.“
















