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NGO fordert Untersuchung von „Vergewaltigung“ einer deutschen Journalistin in Israel
Eine deutsche Teilnehmerin der Gaza-Hilfsflotte soll im vergangenen Jahr nach ihrer Verschleppung nach Israel sexuell misshandelt worden sein. Es ist kein Einzelfall. Die Menschenrechtsorganisation Adalah fordert Aufklärung.
NGO fordert Untersuchung von „Vergewaltigung“ einer deutschen Journalistin in Israel
Foto: Mostafa Alkharouf/AA (Archiv)

Die israelische Menschenrechtsorganisation Adalah fordert eine Untersuchung der mutmaßlichen Vergewaltigung einer deutschen Journalistin und Teilnehmerin der Gaza-Hilfsflotte in Israel. Eine entsprechende Beschwerde sei an die israelischen Behörden übermittelt worden, hieß es in einer am Sonntag veröffentlichten Erklärung.

Die deutsche Journalistin war Teil der Gaza-Hilfsflotte „Global-Sumud-Flotilla“. Sie wurde im Oktober 2025 in internationalen Gewässern von der israelischen Marine verschleppt und im Givon-Gefängnis eingesperrt. Dort soll sie sexuell misshandelt worden sein.

Adalah gibt an, die deutsche Journalistin sei von weiblichen Gefängniswärterinnen gezwungen worden, sich vollständig auszuziehen. Männliche Wärter hätten das Geschehen hinter einem Vorhang beobachtet. Anschließend sei sie von einer Wärterin sexuell misshandelt worden. Zudem soll es beim Gefangenentransport vom Hafen von Aschdod ins Ketziot-Gefängnis zu Übergriffen gekommen sein. Auch andere Teilnehmer der Gaza-Hilfsflotte berichten von Folter und Misshandlungen.

Die „Global Sumud Flotilla“ war bei ihrer Aktion im Herbst 2025 in internationalen Gewässern mehrfach angegriffen worden. Es kam unter anderem zu Drohnenangriffen, zu denen sich Israel aber nicht bekannte. Die mehr als 400 Aktivisten wurden später von israelischen Soldaten verschleppt und erst nach Tagen freigelassen. 

Die internationale Hilfsinitiative „Global Sumud Flotilla“ zielt darauf ab, den illegalen Belagerungsring um Gaza zu durchbrechen und humanitäre Hilfsgüter in den Küstenstreifen zu bringen. 

Seit dem Wahlsieg der Hamas in Gaza im Jahr 2007 riegelt Israel den palästinensischen Küstenstreifen entgegen dem Völkerrecht vom Meer aus strikt ab. Die Absperrung der Zugänge nach und aus Gaza wird auch von Ägypten mitgetragen, das im Süden an den Küstenstreifen grenzt.

QUELLE:TRT Deutsch und Agenturen