Bei israelischen Luftangriffen im Gazastreifen sind am Mittwoch palästinensischen Gesundheitsbehörden zufolge mindestens sieben Menschen getötet worden. In Gaza-Stadt sei bei einem Angriff auf eine Wohnung eine Frau getötet worden, teilten Sanitäter mit. Ihr Ehemann und mehrere weitere Personen seien verletzt worden. Das israelische Militär behauptete, der Angriff habe einem Hamas-Kämpfer gegolten, der angeblich Attacken auf israelische Truppen geplant habe.
Bei weiteren Angriffen auf ein Fahrzeug im Viertel Tel Al-Hawa in Gaza-Stadt, nahe einer Moschee in Chan Junis sowie bei der Stadt Karara seien sechs weitere Menschen getötet worden, darunter der Journalist Mohammad Al-Nadschar. Zu diesen drei Vorfällen äußerte sich Israels Militär zunächst nicht.
Israel hat seine Angriffe, die den Angaben zufolge angeblich Mitglieder der palästinensischen Widerstandsorganisation Hamas zum Ziel haben, in den vergangenen Wochen wieder verstärkt. Israel wirft der Hamas vor, sich erneut zu bewaffnen und Angriffe zu verüben. Dies stelle einen Verstoß gegen die im vergangenen Oktober vereinbarte Waffenruhe dar. Die Hamas wies die Vorwürfe zurück und beschuldigte ihrerseits Israel, das Friedensabkommen zu untergraben.
Die von den USA vermittelte Feuerpause sieht einen schrittweisen Wiederaufbau des Küstengebiets vor. Die Verhandlungen stecken jedoch fest, da sich die Parteien nicht auf Bedingungen für eine Entwaffnung der Hamas und einen Abzug der israelischen Truppen aus dem abgeriegelten Küstenstreifen einigen können.
Israel hatte nach dem Vergeltungsschlag der Hamas am 7. Oktober 2023 einen Vernichtungskrieg in Gaza gestartet. Am 10. Oktober 2025 trat eine Waffenruhe auf Grundlage des US-Friedensplans in Kraft.
Nach Angaben des Gesundheitsministeriums in Gaza wurden während der Waffenruhe 1.145 Palästinenser getötet. Demnach tötete Israel seit Oktober 2023 mehr als 74.000 Menschen in Gaza und verletzte rund 175.000 weitere.























