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Trump spielt Iran-Krieg herunter: „Für uns eine Kleinigkeit“
Trumps Angriffskrieg gegen den Iran ist festgefahren, der Verkehr in der Straße von Hormus ist weiterhin blockiert. Trotz zahlreicher Opfer und hoher Inflation sieht der US-Präsident darin keine große Sache.
Trump spielt Iran-Krieg herunter: „Für uns eine Kleinigkeit“
US-Präsident Donald Trump steigt am Flughafen Morristown aus der Air Force One aus. / Foto: Julia Demaree Nikhinson/AP/dpa

Vor dem Hintergrund fehlender Erfolge im Konflikt mit dem Iran versucht US-Präsident Donald Trump den völkerrechtswidrigen Angriffskrieg gegen das Land kleinzureden. „Ich nenne es einen militärischen Konflikt, weil es für uns eine Kleinigkeit ist. Es ist keine große Sache“, sagte er bei einer Pressekonferenz im Oval Office, bevor er sich mit seinen vermeintlichen Erfolgen rühmte.

Auf die Nachfrage einer Journalistin, ob 18 tote Angehörige des US-Militärs „kleine Fische“ seien, ging Trump zunächst nicht ein. Stattdessen rühmte er sich damit, dass die USA „mit großem Abstand“ führend im Weltall seien. Später ruderte er etwas zurück: „Wir haben 18 Menschen verloren, 18 großartige Menschen (... ) und einer ist schon einer zu viel.“

Seit längerem versucht die US-Regierung, den Iran-Krieg zu relativieren. In rund zwei Monaten stehen die wichtigen Parlamentswahlen an. Aufgrund der Energiekrise durch die faktisch weiterhin blockierte Straße von Hormus – die vor dem Konflikt noch für den weltweiten Ölhandel offen war – haben viele US-Amerikaner mit hohen Preisen zu hadern. Das sorgt für wenig Begeisterung für die Politik von Trump und seinen Republikanern.

Seit Beginn des Iran-Kriegs halten die iranischen Streitkräfte die Straße von Hormus für die USA, Israel und ihre Verbündeten gesperrt. Handelsschiffe anderer Länder dürfen die Straße zum Teil passieren, wenn sie sich an die Vorgaben aus Teheran halten.

Erst am Donnerstag hatte Vize-Präsident JD Vance bei einem ersten offiziellen Pressebriefing des Weißen Hauses seit Wochen den Angriffskrieg gegen den Iran heruntergespielt. „Ich würde es nicht als Krieg bezeichnen“, sagte er vor Journalisten und argumentierte, dass es derzeit keine Kampfhandlungen gebe. In den Monaten davor und zuletzt Anfang der Woche hatte das US-Militär immer wieder Ziele des Irans ins Visier genommen. 

Die USA und Israel hatten am 28. Februar einen völkerrechtswidrigen Angriffskrieg gegen den Iran begonnen. Neben Tausenden Zivilisten wurden zahlreiche einflussreiche Generäle und Spitzenpolitiker gezielt getötet, darunter Irans geistliches Oberhaupt Ajatollah Ali Chamenei. Der Iran reagierte mit Gegenschlägen auf Ziele in Israel sowie Einrichtungen des US-Militärs in Staaten der Golfregion.

QUELLE:TRT Deutsch und Agenturen