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Westjordanland: Nachwuchsfußballer erliegt nach Siedler-Angriff seinen Verletzungen
Israelische Siedler und Soldaten hatten einen palästinensischen Junioren-Nationalspieler angegriffen. Nun ist der 17-Jährige im Krankenhaus gestorben. Israels Militär äußerte sich zunächst nicht.
Westjordanland: Nachwuchsfußballer erliegt nach Siedler-Angriff seinen Verletzungen
Westjordanland: Nachwuchsfußballer erliegt nach Siedler-Angriff seinen Verletzungen / Foto: TRT World

Ein 17-jähriger Fußballer ist palästinensischen Angaben zufolge nach einem Angriff israelischer Siedler im Westjordanland seinen Verletzungen erlegen. Der palästinensische Fußballverband warf der israelischen Armee vor, den Junioren-Nationalspieler Fadi Hamdallah al-Nassan angeschossen zu haben, als Siedler am 11. Juli ein Dorf angriffen. Dem 17-Jährigen wurde Berichten zufolge während des Angriffs in den Oberschenkel geschossen. Sein Bein sei amputiert worden, doch der Jugendliche sei am Samstag, eine Woche nach dem Angriff, seinen Verletzungen erlegen, erklärte der Verband. 

Auch die palästinensische Nachrichtenagentur Wafa berichtete über den Vorfall. Das israelische Militär reagierte zunächst nicht auf eine Anfrage der Nachrichtenagentur AFP.

Nach Beginn des israelischen Vernichtungskrieges in Gaza hat auch die Gewalt gegen Palästinenser im besetzten Westjordanland zugenommen. Nach einer AFP-Zählung auf Grundlage von Zahlen des palästinensischen Gesundheitsministeriums wurden mindestens 1088 Palästinenser durch israelische Soldaten oder Siedler getötet. Im selben Zeitraum wurden in dem Gebiet nach israelischen Angaben mindestens 46 Israelis getötet.

Israel besetzt seit dem Sechstagekrieg 1967 unter anderem das palästinensische Westjordanland und Ostjerusalem. Heute leben dort rund 700.000 Siedler in mehr als 250 illegalen Siedlungen. Immer wieder kommt es dort zu Übergriffen auf Palästinenser durch extremistische Siedler und israelische Besatzungstruppen. Der UN-Sicherheitsrat verurteilte den israelischen Siedlungsbau in einer Resolution aus dem Jahr 2016 und stufte ihn als völkerrechtswidrig ein.

QUELLE:TRT Deutsch und Agenturen