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Argentiniens Fußballverband meldet möglichen Hackerangriff
Der Fußballverband warnt vor ungewöhnlichen E-Mails unter seinem Namen. Der Vorfall trifft den Verband in einer Phase, in der neue Berichte über Ermittlungen in den USA für Aufmerksamkeit sorgen.
Argentiniens Fußballverband meldet möglichen Hackerangriff
Argentiniens Fußballverband meldet möglichen Hackerangriff / Foto: Daniel Jayo/AP/dpa

Der argentinische Fußballverband AFA hat einen mutmaßlichen Hackerangriff auf eines seiner institutionellen E-Mail-Konten gemeldet. „Es besteht die Möglichkeit, dass auf unser Konto unbefugt zugegriffen wurde“, teilte der Verband mit und rief dazu auf, ungewöhnliche Nachrichten insbesondere mit Links, Anhängen oder der Aufforderung zur Preisgabe persönlicher Daten zu ignorieren. Nach Angaben des Verbands werden der Ursprung und das Ausmaß des möglichen Angriffs untersucht.

Der Cybervorfall fällt in eine Zeit, in der die AFA bereits wegen anderer Vorgänge unter Beobachtung steht. Vor wenigen Tagen berichtete die Zeitung „La Nación“ unter Berufung auf zwei nicht identifizierte Quellen, Bundesstaatsanwälte und Ermittler des FBI hätten begonnen, Zeugen zu den Finanzgeschäften des Verbands in den USA zu vernehmen. Dem Bericht zufolge wollen die Ermittler klären, wie der Verband Hunderte Millionen Dollar über das US-Finanzsystem abgewickelt hat und ob dabei Straftaten nach US-Recht begangen worden sein könnten.

Der Kommunikationschef der AFA erklärte auf Anfrage, ihm sei der Bericht nicht bekannt. Zugleich warf er „La Nación“ vor, seit dem vergangenen Jahr medial gegen den Verband vorzugehen.

Ermittlungen gegen den Verband

Gegen die AFA und ihre Führung laufen seit 2024 mehrere Ermittlungsverfahren. In Argentinien wird unter anderem wegen mutmaßlich verspätet abgeführter Steuern und Sozialabgaben ermittelt. Verbandspräsident Claudio „Chiqui“ Tapia erschien deshalb im März vor Gericht. Die von „La Nación“ nun berichteten Zeugenvernehmungen betreffen dem Blatt zufolge Finanzgeschäfte der AFA in den USA, die über ein dort registriertes Unternehmen abgewickelt worden sein sollen.

QUELLE:DPA