Die Nato-Staaten haben am Mittwoch bei ihrem Gipfeltreffen in Ankara neue Rüstungsverträge im Umfang von „mehr als 50 Milliarden US-Dollar“ (mehr als 43 Mrd. Euro) angekündigt. Im Text der Abschlusserklärung heißt es zudem, man verpflichte sich dazu, die gemeinsamen Produktionskapazitäten auszubauen und mit der Industrie zusammenzuarbeiten, um Innovationen zu beschleunigen.
„Unsere Investitionen liefern die Fähigkeiten, die wir benötigen, und stärken zugleich unsere industrielle Basis und unsere Resilienz“, heißt es in dem Text. Zudem wolle man auch weiter daran arbeiten, die Handelshemmnisse im Verteidigungsbereich zwischen den Verbündeten abzubauen, um die Zusammenarbeit zu maximieren.
Nato-Generalsekretär Mark Rutte hatte zuvor zum Auftakt des Gipfels zu einer „Revolution“ in der transatlantischen Verteidigungsindustrie aufgerufen, um Bedrohungen entgegenzutreten. „Das Summen der Maschinen muss zu einem Dröhnen werden“, sagte der Niederländer bei einem Verteidigungsindustrieforum. Das klinge dramatisch, sei aber machbar.
Welche Rüstungsprojekte für den Betrag von mehr als 50 Milliarden Dollar angerechnet wurden, teilte die Nato zunächst nicht mit. Beim Gipfel war unter anderem angekündigt worden, dass Alliierte bei der Erneuerung ihrer in Deutschland stationierten Flotte von Awacs-Aufklärungsflugzeugen einen Vertrag für den Kauf von Bombardier-Maschinen mit dem Aufklärungs- und Frühwarnsystem GlobalEye des schwedischen Rüstungskonzerns Saab schließen wollen. Zudem wurden Milliardeninvestitionen in die Drohnenabwehr in Aussicht gestellt.























