Der Sarg des ermordeten obersten iranischen Führers Ayatollah Ali Chamenei ist am Donnerstag in Maschhad eingetroffen, wo er im Laufe des Tages beigesetzt werden soll. Ein Flugzeug habe den Sarg in die nordostiranische Stadt gebracht, berichtete die staatliche Nachrichtenagentur Irna. Die Beisetzung soll im Mausoleum des Imams Resa stattfinden, dem wichtigsten schiitischen Heiligtum im Iran.
Maschhad ist die Heimatstadt Chameneis. Nach Angaben iranischer Medien wurden dort Millionen Menschen erwartet. Der Ankunft des Sargs waren sechstägige Trauerfeierlichkeiten im Iran und im Irak vorausgegangen. In Teheran, Ghom sowie den irakischen Städten Nadschaf und Kerbela hatten große Menschenmengen Abschied von dem geistlichen und politischen Oberhaupt des Iran genommen.
Überschattet wurden die Vorbereitungen für die Beisetzung von neuen nächtlichen US-Angriffen auf den Iran. Das iranische Staatsfernsehen berichtete am Donnerstag, der Zugverkehr zwischen Teheran und Maschhad sei nach den Angriffen unterbrochen. Die iranische Eisenbahn sprach von einem „kriminellen Angriff des US-israelischen Feindes“ auf die Strecke. Für betroffene Fahrgäste werde ein Weitertransport auf der Straße organisiert.
Das iranische Außenministerium verurteilte die US-Angriffe auf Bahninfrastruktur als „offenkundiges Kriegsverbrechen“. In einer Erklärung hieß es, die USA hätten neben mehreren Orten in südlichen Küstenprovinzen auch zwei Brücken in östlichen Provinzen auf der Bahnstrecke nach Maschhad getroffen. Der Iran werde seine territoriale Unversehrtheit, Souveränität und nationale Sicherheit verteidigen.
Chamenei war am 28. Februar, dem ersten Tag des völkerrechtswidrigen US-israelischen Angriffskrieges gegen den Iran, bei einem gezielten Luftangriff auf seine Residenz in Teheran ermordet worden. Er hatte seit 1989 an der Spitze des Landes gestanden.























