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Zahl der antimuslimischen Übergriffe in Berlin deutlich gestiegen
Antimuslimische Übergriffe in Berlin befinden sich laut der Organisation Claim auf einem Rekordhoch. Vergangenes Jahr kam es demnach unter anderem zu mehr Körperverletzungen und Angriffen auf Moscheen.
Zahl der antimuslimischen Übergriffe in Berlin deutlich gestiegen
Şehitlik-Moschee in Berlin / Foto: Abdülhamid Hoşbaş/AA (Archiv)

Die Organisation Claim hat im Jahr 2025 insgesamt 975 antimuslimische Übergriffe in Berlin registriert. Damit ereigneten sich durchschnittlich drei Vorfälle pro Tag, sagte die Co-Geschäftsführerin von Claim, Rima Hanano, am Montag. Im Vergleich zum Vorjahr (644 Fälle) entspreche dies einem Anstieg von mehr als 50 Prozent. Die Zahlen haben demnach einen neuen Höchststand erreicht.

Die meisten Übergriffe seien verbale Angriffe gewesen (399). Alarmierend sei der Anstieg an Körperverletzungen auf 65 Fälle, darunter acht gefährliche, sagte Hanano. Im Jahr 2024 habe die Zahl der Körperverletzungen noch bei 48 gelegen. Außerdem sei es zu 273 Diskriminierungen gekommen.

Senatorin Kiziltepe zeigt sich schockiert

Zudem seien vier Angriffe auf Moscheen dokumentiert worden. Im Vorjahr hatte es keine Moschee-Angriffe gegeben. Berlins Integrationssenatorin Cansel Kiziltepe (SPD) erklärte, die dokumentierten Vorfälle schockierten sie sehr. Die tatsächliche Zahl aller Vorfälle dürfte laut Claim noch höher liegen, da viele Übergriffe weder gemeldet noch angezeigt werden.

Den Angaben zufolge werden Diskriminierungen und Übergriffe oberhalb und unterhalb der Strafbarkeitsgrenze erfasst. Dabei sei die Betroffenenperspektive zentral. Die Zahlen speisten sich demnach unter anderem aus elf Melde- und Beratungsstellen, den Fallzahlen zu politisch motivierter Kriminalität und Pressemeldungen der Polizei. Claim ist laut eigenen Angaben eine bundesweit tätige Organisation, die antimuslimischen Rassismus sichtbar machen will.

QUELLE:EPD