TÜRKİYE
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Türkiye: Erdoğan bekundet Beileid nach Schießerei an Schule
In einer Schule in der türkischen Stadt Kahramanmaraş fallen Schüsse. Es gibt mehrere Todesopfer und Verletzte. Die Behörden gehen von einer geplanten Einzeltat aus.
Türkiye: Erdoğan bekundet Beileid nach Schießerei an Schule
Foto: AA / AA
vor 4 Stunden

Nach dem Angriff an einer Schule in der türkischen Provinz Kahramanmaraş hat Präsident Recep Tayyip Erdoğan sein Beileid ausgesprochen. Man habe „unsere unschuldigen Kinder und eine engagierte Lehrkraft verloren“, schrieb Erdoğan am Mittwoch auf der Online-Plattform NSosyal. Der Angriff habe Türkiye „zutiefst erschüttert“.

Die Behörden gehen von einer geplanten Einzeltat aus. Bei der Auswertung des Computers des mutmaßlichen Schützen sei ein wenige Tage altes Dokument gefunden worden, das nahelege, dass der Schüler zeitnah eine größere Tat begehen wolle, teilte die Generalstaatsanwaltschaft von Kahramanmaraş mit. 

Der Schüler hatte am Mittwoch an seiner Schule wahllos um sich geschossen und nach Angaben von Innenminister Mustafa Çiftçi acht seiner Mitschüler und eine Lehrerin getötet. Die Zahl der Verletzten wurde zuletzt mit 13 angegeben. Auch der mutmaßliche Angreifer ist offiziellen Angaben zufolge tot. Wie der 14-Jährige ums Leben kam, ist noch unklar. 

Die Polizeidirektion in Ankara erklärte, nach ersten Erkenntnissen sei der Angriff an der Schule in Kahramanmaraş am Mittwoch eine Einzeltat gewesen und habe keinen terroristischen Hintergrund. Die als Angreifer identifizierte Person habe als Profilbild auf WhatsApp das Foto eines Amokläufers verwendet, der im Jahr 2014 in den USA wahllos auf Passanten schoss.

Gegen den Vater des Achtklässlers - offiziellen Angaben zufolge einen pensionierten Polizisten - sei ein Haftbefehl erlassen worden. Der mutmaßliche Täter hatte laut ersten Erkenntnissen bei dem Angriff die Waffen seines Vaters verwendet. Auch die Mutter war am Mittwoch festgenommen worden. Infolge des Vorfalls teilte das Innenministerium mit, dass Sicherheitsvorkehrungen an Schulen verschärft wurden. 

QUELLE:TRT Deutsch und Agenturen