Die britische Regierung hat für Donnerstag ein internationales Treffen zur Sicherung der Schifffahrt in der Straße von Hormus angekündigt. Großbritannien habe 35 Länder hinter seiner Initiative „zur maritimen Sicherheit“ in der Golfregion vereint, sagte Regierungschef Keir Starmer am Mittwoch in London. Außenministerin Yvette Cooper werde das Treffen leiten, fügte er hinzu. Später teilte ein britischer Beamter der Nachrichtenagentur AFP mit, das Treffen werde am Donnerstag virtuell stattfinden.
Das Treffen diene dazu, alle „diplomatischen und politischen Maßnahmen zu prüfen, die wir ergreifen können, um die Freiheit der Schifffahrt wiederherzustellen“, sagte Starmer vor Journalisten. „Im Anschluss an dieses Treffen werden wir auch unsere militärischen Planer einberufen, um zu prüfen, wie wir unsere Kapazitäten bündeln und die Meerenge nach den Kämpfen wieder sicher machen können.“ Starmer warnte, die Wiedereröffnung der Meerenge werde „nicht einfach“ sein.
Großbritannien, Frankreich, Deutschland, Italien, Japan und die Niederlande hatten sich Mitte März bereit erklärt, mit „geeigneten Maßnahmen“ eine sichere Durchfahrt durch die Meerenge zu gewährleisten. Später schlossen sich rund 30 weitere Staaten an. Zuvor hatte US-Präsident Donald Trump Druck auf die Nato-Verbündeten ausgeübt, die USA militärisch in dem Seegebiet zu unterstützen.
Die an den Iran grenzende Straße von Hormus ist für den weltweiten Öl- und Gashandel von wesentlicher Bedeutung. Seit Beginn des völkerrechtswidrigen US-israelischen Angriffskriegs gegen den Iran haben die iranischen Streitkräfte die Meerenge für die USA, Israel und ihre Verbündeten de facto gesperrt – was zu einem massiven Anstieg der Ölpreise beigetragen hat. Gleichwohl kamen aus einer Reihe von NATO-Staaten ablehnende Antworten auf Trumps Vorstoß für einen militärischen Einsatz der Allianz in dem Meeresgebiet.














