Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdoğan hat einen „neuen Impuls“ für die Beziehungen zwischen Türkiye und den USA gefordert. Beide Seiten müssten bestehende Hindernisse überwinden, sagte Erdoğan am Montag bei einer Veranstaltung in New York. „Wir wollen neuen Schwung gewinnen, indem wir die Hindernisse hinter uns lassen, die zwischen den beiden Verbündeten niemals hätten bestehen dürfen.“
Die Verteidigungsindustrie gehöre „traditionell zu den stärksten Bereichen“ der türkisch-amerikanischen Partnerschaft. „Es ist von entscheidender Bedeutung, die Zusammenarbeit in der Verteidigungsindustrie sowohl bilateral als auch innerhalb der NATO voranzutreiben“, erklärte Erdoğan.
Ankara sei zudem zum Ausbau der Kooperation in weiteren Bereichen bereit. Dies beträfe „Bereiche wie Kernenergie, Flüssigerdgas, zivile Luftfahrt und Hochtechnologie“, sagte der türkische Staatschef.
„Eine umfassende Vertiefung unserer Zusammenarbeit mit den Vereinigten Staaten, einschließlich gemeinsamer Produktionsmöglichkeiten, liegt in unserem beiderseitigen Interesse“, fügte Erdoğan hinzu.
Türkische Unternehmen hätten inzwischen ein Niveau erreicht, das ihnen Investitionen in den USA ermögliche. Türkiye werde zudem schon bald zu den zehn größten Rüstungsexporteuren der Welt gehören, betonte Erdoğan.
„Ich hoffe, dass die engen Beziehungen und das Bündnis zwischen Türkiye und den Vereinigten Staaten im zweiten Jahrhundert unserer diplomatischen Beziehungen noch stärker werden“, sagte der Staatschef.
Trotz der Krisen und Konflikte in seiner unmittelbaren Umgebung habe Türkiye seine Stellung als „Insel der Stabilität“ bewahrt und weiter gefestigt.
Kommunikationschef: Präsident Erdoğan „Stimme der Unterdrückten“
Erdoğan wird am Dienstag zum 16. Mal vor der UN-Generalversammlung sprechen. Der Kommunikationsdirektor des türkischen Präsidialamtes, Burhanettin Duran, erklärte im Vorfeld, vom Rednerpult der Vereinten Nationen werde erneut die Stimme Türkiyes und des Gewissens zu hören sein.
„Unser Präsident wird sich in einer Rede, die unsere Nation stolz machen wird, erneut für Gerechtigkeit einsetzen. Er wird die Stimme der Unterdrückten, der Ungehörten und derjenigen sein, die auf Gerechtigkeit warten“, schrieb Duran auf der türkischen Social-Media-Plattform NSosyal.
„Er wird den Ruf nach Gerechtigkeit – von Gaza bis zu den Unterdrückten in aller Welt – an das gemeinsame Gewissen der Menschheit richten“, erklärte Duran.
Die Welt verdiene „eine gerechtere Ordnung, in der Gerechtigkeit, Rechtsstaatlichkeit und die Stimme der Menschlichkeit maßgeblich“ seien. Für eine fairere Welt sei Präsident Erdoğan „die Stimme der Gerechtigkeit“, fügte er hinzu.























