Die USA prüfen nach Angaben von Außenminister Marco Rubio Vorschläge zur Erleichterung von Getreidelieferungen über das Schwarze Meer. Dazu zähle auch eine Initiative aus Türkiye, sagte Rubio am Samstag bei einer Pressekonferenz nach dem G20-Außenministertreffen in Atlanta. Nähere Angaben dazu machte er nicht.
Washington begrüße alle Bemühungen, eine entsprechende Vereinbarung zu ermöglichen, so Rubio. Diese Bemühungen seien notwendig, um die weltweite Ernährungssicherheit trotz des anhaltenden Russland-Ukraine-Krieges zu gewährleisten. Auch Indien hatte laut Rubio einen Vorschlag eingebracht. Zudem hätten sich mehrere Staaten als Garanten oder Vermittler angeboten.
Rubio verteidigt Gespräche mit Moskau
Eine solche Initiative könne den Krieg insgesamt jedoch nicht beenden, schränkte Rubio ein. „Sie löst den Krieg nicht, aber zumindest einen bestimmten Teilaspekt davon.“ Vor diesem Hintergrund forderte Rubio die Aufrechterhaltung diplomatischer Gesprächskanäle mit Moskau. Eine Verhandlungslösung setze voraus, mit beiden Seiten zu sprechen.
„Wie soll es eine Verhandlungslösung zwischen Russland und der Ukraine geben, wenn man nicht die Möglichkeit hat, sowohl mit Russland als auch mit der Ukraine zu sprechen?“, so Rubio. Die USA und Russland müssten die Kommunikation aufrechterhalten, um die „Gefahr einer künftigen Eskalation“ zu vermeiden. Washington werde sich weiter um eine diplomatische Lösung im Ukraine-Krieg bemühen, sagte der US-Außenminister.
Türkiye als Vermittler
Türkiye gilt als wichtiger Vermittler im seit Februar 2022 andauernden Ukraine-Krieg, weil das Land weiterhin gute Beziehungen sowohl mit der Ukraine als auch mit Russland pflegt. Ankara richtete bereits mehrere Gesprächsrunden zwischen Vertretern beider Kriegsparteien aus. Gemeinsam mit den Vereinten Nationen wurde im Juli 2022 das Getreideabkommen ausgehandelt, das zeitweise ukrainische Agrarexporte über das Schwarze Meer ermöglichte.























