Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) schlägt Alarm wegen maroder Dienststellen der Bundespolizei. „Man kann klar sagen, dass so gut wie jede dritte Dienststelle erhebliche Mängel hat oder marode ist“, sagte der für die Bundespolizei zuständige GdP-Chef, Andreas Roßkopf, der „Rheinischen Post“ vom Dienstag. Der Zustand vieler Gebäude und Wachen sei „nicht mehr hinnehmbar“.
„Neue Kolleginnen und Kollegen werden eingestellt, aber es fehlen Büros, Unterkünfte oder Parkflächen. Das sorgt für Frust und belastet die Beschäftigten zusätzlich“, berichtete Roßkopf. Sanierungen würden zudem immer wieder verschoben.
„Es kann nicht sein, dass in Deutschland über moderne Sicherheitsarchitektur gesprochen wird, während Polizeibeschäftigte gleichzeitig mit Eimern unter tropfenden Decken stehen oder in völlig überalterten Gebäuden Dienst verrichten müssen.“ Es fehlten zeitgemäße Sozialräume, ausreichend Umkleiden und eine funktionierende Infrastruktur, kritisierte der Polizeigewerkschafter.
In dieser Woche will die GdP demnach eine Kampagne starten. Sie fordert schnellere Genehmigungs- und Bauverfahren sowie vom Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) mehr Geld für Sanierung, Neubau und bessere Unterkünfte. „Eine moderne Bundespolizei braucht moderne Infrastruktur“, betonte Roßkopf. Das sei „keine Luxusforderung, sondern eine Frage von Respekt, Motivation und letztlich auch öffentlicher Sicherheit“.























