Bei israelischen Luftangriffen im Gazastreifen sind am Sonntag den dortigen Gesundheitsbehörden zufolge erneut mindestens drei Palästinenser getötet worden. Unter den Opfern seien zwei Mitglieder der Polizei, teilten die Behörden mit.
Die Angriffe unterstreichen die Brüchigkeit der von den USA vermittelten Waffenruhe vom Oktober 2025. Seit deren Inkrafttreten tötete Israel nach Angaben örtlicher Sanitäter mindestens 850 Palästinenser. Israelischen Angaben zufolge starben im selben Zeitraum vier Soldaten. Erkennbare Fortschritte auf dem Weg zu einem dauerhaften Frieden gibt es nicht.
Die Behörden in Gaza erklärten am Sonntag, im Flüchtlingslager Maghasi im Zentrum des abgeriegelten Küstengebiets seien eine Person getötet und zwei weitere verletzt worden. Bei einem anderen Angriff in Chan Junis im Süden wurden dem Innenministerium zufolge der Chef der Kriminalpolizei, Wessam Abdel-Hadi, und sein Stellvertreter getötet.
Das israelische Militär behauptete, es habe zwei „Extremisten“ angegriffen, die angeblich verdächtige Aktivitäten ausgeführt und sich den Truppen in dem Gebiet genähert hätten. Im Süden des Gazastreifens seien zudem Hamas-Kämpfer attackiert worden.
Israel hatte seine Angriffe auf die Polizeikräfte in Gaza zuletzt intensiviert. Damit sollen die behördlichen Kontrollstrukturen der palästinensischen Widerstandsorganisation Hamas zerstört werden.
Israel hatte nach dem Vergeltungsschlag der Widerstandsorganisation Hamas am 7. Oktober 2023 einen Vernichtungskrieg in Gaza gestartet. Am 10. Oktober trat eine Waffenruhe auf Grundlage des US-Friedensplans in Kraft, die jedoch immer wieder gebrochen wird. Nach Angaben des palästinensischen Gesundheitsministeriums tötete Israel seit dem 7. Oktober 2023 mehr als 72.500 Menschen in Gaza und verletzte mindestens 172.000 weitere.










