Angesichts von Hoffnungen auf eine Vereinbarung zwischen Washington und Teheran zur Beendigung des Iran-Kriegs ist der Ölpreis um gut fünf Prozent gesunken. Zu Beginn des Börsenhandels in Asien sank der Preis der Sorte North Sea Brent am Montagmorgen um 5,1 Prozent auf 98,22 Dollar (84,65 Euro) pro Barrel. Bei der Erdöl-Sorte West Texas Intermediate ging der Preis um 5,2 Prozent auf 91,57 Dollar pro Barrel zurück.
Der Iran-Krieg hatte am 28. Februar mit völkerrechtswidrigen Angriffen der USA und Israels auf den Iran begonnen. Teheran reagierte mit Gegenschlägen auf Ziele in Israel sowie Einrichtungen des US-Militärs in Staaten der Golfregion. Das iranische Militär sperrte zudem die für die Öl- und Flüssiggastransporte wichtige Straße von Hormus für die USA, Israel und ihre Verbündeten – der Ölpreis stieg dadurch steil an. Durch die Meerenge vor der iranischen Küste war vor dem Krieg rund ein Fünftel des weltweiten gehandelten Erdöls transportiert worden. Die US-Marine blockiert ihrerseits die iranischen Häfen.
Seit Anfang April gilt im Iran-Krieg eine fragile Waffenruhe. US-Präsident Donald Trump erklärte am Samstag, eine Vereinbarung mit dem Iran zur Beendigung des Krieges sei „weitgehend ausgehandelt“, müsse aber noch endgültig fertiggestellt werden. Am Sonntag dämpfte Trump allerdings die Hoffnungen, indem er eine „übereilte Vereinbarung“ mit Teheran ausschloss.























