POLITIK
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AfD-Mitglied zündet eigenes Auto an und beschuldigt Linke
Ein AfD-Mitglied in Bayern soll nach einem Brandanschlag auf sein Auto linke Gruppen für die Tat verantwortlich gemacht haben. Doch die Ermittlungen führen zu ihm selbst. Nun hat er Brand und Täuschung eingeräumt.
AfD-Mitglied zündet eigenes Auto an und beschuldigt Linke
Foto: Wolfgang Rattay/REUTERS (Archiv)
vor 2 Stunden

Im mittelfränkischen Uffenheim hat ein AfD-Mitglied nach Angaben der Polizei Anfang Februar sein eigenes Auto in Brand gesetzt und anschließend versucht, die Tat linken Gruppen zuzuschreiben. Der Mann soll dazu einen angeblichen Drohbrief gefälscht und sein Fahrzeug mit einem politischen Graffiti selbst versehen haben. 

Zunächst hatte der Staatsschutz wegen des Verdachts auf eine politisch motivierte Straftat ermittelt. Im Verlauf der Ermittlungen geriet jedoch der Fahrzeughalter selbst in den Fokus. Laut Polizei wurden bei der Analyse des Drohbriefs auffällige Übereinstimmungen mit seiner Handschrift festgestellt. Der 44-Jährige räumte den Brand, den gefälschten Brief und das Graffiti schließlich ein. Nun muss sich der Mann strafrechtlich verantworten – unter anderem wegen des Verdachts des Vortäuschens einer Straftat, heißt es in einer Mitteilung der bayerischen Polizei vom 19. März. 

Die AfD hatte den Vorfall zunächst als „feigen Anschlag“ bezeichnet. Inzwischen hat der AfD-Bezirksvorstand Mittelfranken den Parteiausschluss des Mitglieds beschlossen, wie ein Funktionär mitteilte.

QUELLE:TRT Deutsch