WELT
1 Min. Lesezeit
Anschlag auf Moschee geplant: Polnische Behörden nehmen 17-Jährigen fest
In Polen ist ein Jugendlicher wegen mutmaßlicher Anschlagspläne festgenommen worden. Er soll einen Angriff auf eine Moschee und eine Schule vorbereitet und dafür unter anderem Waffen sowie Sprengmittel beschafft haben.
Anschlag auf Moschee geplant: Polnische Behörden nehmen 17-Jährigen fest
Anschlag auf Moschee geplant: Polnische Behörden nehmen 17-Jährigen fest / Foto: Doris Heimann/dpa

Der polnische Inlandsgeheimdienst hat einen 17-Jährigen festgenommen, der einen Anschlag auf eine Schule und eine Moschee geplant haben soll. Eine Auswertung des Mobiltelefons und Computers des Jugendlichen habe zudem ergeben, dass er „den Erwerb von Waffen, Munition und militärischer Ausrüstung sowie den Einsatz von Granaten und Molotowcocktails“ geplant habe, teilte die polnische Anti-Terror-Staatsanwaltschaft am Dienstag in Warschau mit.

Der 17-jährige Pawel G. sei wegen der Vorbereitung einer terroristischen Straftat, der Verbreitung nationalsozialistischer und faschistischer Inhalte, der Anstiftung zum Rassenhass sowie des geplanten Erwerbs von Waffen angeklagt worden, teilte die Staatsanwaltschaft weiter mit. Demnach beschlagnahmten Ermittler in seiner Wohnung Messer, ein Bajonett sowie Bücher und Gegenstände mit faschistischen und nationalsozialistischen Symbolen. Pawel G. drohen bis zu 15 Jahre Haft. Er weist die Vorwürfe zurück.

Der polnische Inlandsgeheimdienst ABW erklärte in einer separaten Mitteilung, im Zusammenhang mit der Festnahme von Pawel G. seien noch zwei weitere Minderjährige festgenommen worden. Alle drei hätten mit rechtsextremen Aktivisten in Onlinediensten in Kontakt gestanden, darunter ein Minderjähriger aus Deutschland, den die polnischen Ermittler bei ihren deutschen Kollegen gemeldet hätten.

QUELLE:AFP