Bei israelischen Luftangriffen im Gazastreifen ist am Dienstag die Al-Muttaqin-Moschee in Gaza-Stadt zerstört worden. Sie liegt nahe dem Gebäude der christlichen Jugendorganisation „Young Men’s Christian Association“ (YMCA).
Nach Angaben lokalen Behörden wurden bei einem weiteren Angriff im Flüchtlingslager Nuseirat in Deir al-Balah mindestens ein Palästinenser getötet und 20 weitere verletzt. Al-Jazeera-Korrespondent Tareq Abu Azzoum berichtete, das betroffene Gebiet sei vor dem Angriff gewarnt worden. Den Menschen sei jedoch nur wenig Zeit zur Flucht geblieben.
Israel hatte nach dem Vergeltungsschlag der Widerstandsorganisation Hamas am 7. Oktober 2023 einen Vernichtungskrieg in Gaza gestartet. Nach Angaben des palästinensischen Gesundheitsministeriums tötete Israel seit Oktober 2023 mehr als 73.330 Menschen in Gaza und verletzte rund 174.000 weitere. Rund 90 Prozent der zivilen Infrastruktur wurden zerstört.
Am 10. Oktober trat in Gaza eine Waffenruhe auf Grundlage des US-Friedensplans in Kraft, die jedoch immer wieder von Israel gebrochen wird. Laut dem palästinensischen Gesundheitsministerium wurden seitdem 1.207 Palästinenser getötet und mindestens 3.910 weitere verletzt.
Laut Angaben des palästinensischen Ministeriums für Stiftungen und religiöse Angelegenheiten von Anfang Juli wurden in Gaza etwa 1.000 Moscheen beschädigt oder zerstört.























