Bei dem Schusswaffenangriff in Krakau handelt es sich nach Angaben des polnischen Ministerpräsidenten Donald Tusk um einen Akt des „Terrorismus“. Der 24-jährige mutmaßliche Täter habe ein „grauenvolles Attentat auf das Leben der Menschen hier in Krakau“ verübt, sagte Tusk am Samstagabend in der Stadt im Süden Polens. Er fügte hinzu, dass bei dem mutmaßlichen Schützen zuhause drei weitere Leichen entdeckt wurden. Auf dem historischen Marktplatz in Krakau hatte der Mann am Nachmittag sechs Menschen getötet und zahlreiche weitere verletzt.
Bei den zuhause gefundenen beiden Frauen und einem Mann handele es sich vermutlich um Familienmitglieder des Täters, sagte Tusk. Er kündigte für Sonntag und Montag zwei landesweite Trauertage an.
Unter den Opfern des Schusswaffenvorfalls in der Altstadt sind nach Angaben des polnischen Innenministers Marcin Kierwinski auch Ausländer. Von den sechs Todesopfern habe ein Mensch eine ausländische Staatsangehörigkeit, sagte der Minister bei einem Besuch am Tatort im auch bei Touristen beliebten historischen Zentrum Krakaus. Unter den 16 ins Krankenhaus eingelieferten Menschen seien fünf Nicht-Polen, sagte Kierwinski weiter. Angaben zu den Nationalitäten machte er keine. Polizeichef Mark Boron sprach bei den Toten von einem Briten und drei Polen, zwei Menschen müssten noch identifiziert werden. Er sprach von 15 Verletzten.
Laut Kierwinski war der mutmaßliche Schütze, der militärische Tarnkleidung trug, von „rechtsextremen Ideologien fasziniert“ gewesen. Darauf deute „alles“ hin. Kierwinski betonte zugleich, dies müsse selbstverständlich noch „verifiziert“ werden.























