Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdoğan hat vor einer weiteren Eskalation der globalen Folgen des völkerrechtswidrigen US-israelischen Angriffskriegs gegen den Iran gewarnt. „Seit einem Monat wird der Preis dieses sinnlosen, rechtswidrigen und unnötigen Krieges, der unsere Region zutiefst erschüttert hat, nicht nur von den Konfliktparteien, sondern von der gesamten Menschheit gezahlt“, sagte Erdoğan bei einem Treffen im Rahmen der Türkiye-Länderstrategie des Weltwirtschaftsforums im Dolmabahçe-Büro am Freitag in Istanbul.
Die Auswirkungen des Konflikts träfen längst nicht mehr nur die unmittelbar beteiligten Parteien, sondern die gesamte Weltgemeinschaft. Die negativen Folgen des Kriegs seien weltweit spürbar, betonte der türkische Präsident. „Von den Energiemärkten bis hin zu Produktionsprozessen, Informationstechnologie, Transport- und Handelsnetzwerken sind die Auswirkungen des Krieges global zu spüren“, erklärte Erdoğan.
Zugleich verwies er darauf, dass diplomatische Lösungen weiterhin möglich seien, diese jedoch gezielt untergraben würden. „Während Diplomatie und Dialog eine gemeinsame Grundlage bieten, trägt die gesamte Menschheit die Last der Sabotage dieser Möglichkeiten“, sagte er.
Erdoğan warnte zudem vor weiter steigenden Kosten im Falle einer anhaltenden Eskalation. „Wenn die Konflikte nicht beendet werden, wird der zu zahlende Preis weiter steigen. Geografische Distanz wird in diesem Prozess bedeutungslos“, fügte er hinzu.
Türkiye hatte wiederholt zur Deeskalation aufgerufen und alle Seiten dazu gedrängt, an den Verhandlungstisch zurückzukehren.
US-israelischer Angriffskrieg gegen den Iran
Israel und die USA hatten am 28. Februar einen völkerrechtswidrigen Angriffskrieg gegen den Iran gestartet. Bei landesweiten Luftangriffen wurden mehrere ranghohe Vertreter des Iran getötet, darunter das geistige Oberhaupt Ayatollah Ali Chamenei. Die US-israelischen Angriffe erfolgen auch in zivilen Wohngebieten.
Nach Angaben des iranischen Gesundheitsministeriums töteten Israel und die USA bisher mindestens 1.937 Menschen im Iran. Mehr als 24.800 Menschen wurden demnach verletzt.
Der Iran reagiert mit Gegenschlägen auf Ziele in Israel sowie Einrichtungen des US-Militärs in Staaten der Golfregion. Offizielle Stellen meldeten bisher mindestens 153 Tote und Tausende Verletzte.


















