Zur Erinnerung an den bei einer Fahrscheinkontrolle getöteten Zugbegleiter Serkan Çalar wird am Freitag (15.30 Uhr) eine Gedenktafel im Hauptbahnhof Mannheim enthüllt. Zu der Zeremonie auf Gleis 1 werden neben Bundesverkehrsminister Steffen Bilger (CDU) und Bahnchefin Evelyn Palla auch Hinterbliebene und Freunde erwartet.
Gemeinsam mit der Familie des Zugbegleiters wolle man einen dauerhaften Mahn- und Gedenkort einrichten, teilte die Deutsche Bahn mit. Neben einer Schweigeminute sind bei der Zeremonie unter anderem Wortbeiträge von Bilger und Palla sowie von Çalars Bruder Eray geplant.
Zehn Jahre Haft für Täter
Der 36 Jahre alte Çalar aus Ludwigshafen war Anfang Februar nach einem Angriff eines Fahrgastes ohne Ticket in einem Regionalexpress in der Pfalz an einer Hirnblutung gestorben. Der alleinerziehende Vater musste nach der Tat reanimiert werden und starb zwei Tage später in einem Krankenhaus. Mannheim war Dienstort von Çalar.
Die Tat sorgte bundesweit für Entsetzen und löste eine Debatte über die Sicherheit des Zugpersonals sowie eine zunehmende Gewaltbereitschaft in der Gesellschaft aus.
Das Landgericht Zweibrücken sah die Attacke des 26-jährigen Verurteilten mit mehreren Faustschlägen gegen den Kopf des Zugbegleiters als erwiesen an. Das Gericht wertete das als Körperverletzung mit Todesfolge und verhängte deshalb die Freiheitsstrafe von zehn Jahren. Einen Tötungsvorsatz sah das Gericht nicht.























