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Türkiye dringt auf vollständige Umsetzung der Waffenruhe im Iran-Krieg
Türkiye hat sich im Iran-Krieg als Vermittler engagiert. Nun begrüßt Ankara die Waffenruhe im Nachbarland, fordert aber weitere Schritte.
Türkiye dringt auf vollständige Umsetzung der Waffenruhe im Iran-Krieg
Foto: Utku Uçrak/AA (Archiv)
vor 6 Stunden

Türkiye begrüßt die zweiwöchige Waffenruhe im völkerrechtswidrigen US-israelischen Angriffskrieg gegen den Iran und dringt auf eine vollständige Einhaltung. „Wir begrüßen die gestern Abend verkündete Waffenruhe in dem Krieg, der unsere Region seit dem 28. Februar in einen Krisenherd verwandelt hat“, so der türkische Präsident Recep Tayyip Erdoğan am Mittwoch auf der Social-Media-Plattform NSosyal. „Wir hoffen, dass die Waffenruhe in dem Gebiet vollständig umgesetzt wird, ohne möglichen Provokationen und Sabotageakten eine Chance zu geben“, betonte er.

Vom türkischen Außenministerium in Ankara hieß es: „Wir betonen die Notwendigkeit der vollständigen Umsetzung dieser befristeten Waffenruhe vor Ort und erwarten, dass alle Parteien die getroffene Vereinbarung einhalten“. Der Weg zu einem dauerhaften Frieden könne nur durch Dialog erreicht werden. Man werde die Verhandlungen in Islamabad weiter nach Kräften unterstützen.

Nach Vermittlungen von Pakistan, Saudi-Arabien, Ägypten und Türkiye haben sich der Iran und die USA kurz vor Ablauf eines Ultimatums von Trump am Dienstagabend auf eine zweiwöchige Waffenruhe und die Öffnung der Straße von Hormus geeinigt. 

US-israelischer Angriffskrieg gegen den Iran

Israel und die USA hatten am 28. Februar einen völkerrechtswidrigen Angriffskrieg gegen den Iran gestartet. Bei landesweiten Luftangriffen wurden mehrere ranghohe Vertreter des Iran getötet, darunter das geistige Oberhaupt Ayatollah Ali Chamenei. Die US-israelischen Angriffe erfolgen auch in zivilen Wohngebieten.

Nach Angaben des iranischen Gesundheitsministeriums töteten Israel und die USA bisher mindestens 2.076 Menschen im Iran. Mehr als 26.500 Menschen wurden demnach verletzt.

Der Iran reagiert mit Gegenschlägen auf Ziele in Israel sowie Einrichtungen des US-Militärs in Staaten der Golfregion. Offizielle Stellen meldeten bisher mindestens 183 Tote und Tausende Verletzte.

QUELLE:TRT Deutsch und Agenturen