Im bayerischen Memmingen haben Unbekannte eine Moschee mit Tierblut und einem Schweinekopf geschändet. Nach Angaben des Polizeipräsidiums in Kempten wurde Freitagfrüh eine etwa anderthalb Meter hohe Mauer mit aufgesetztem Halbmond der deutsch-türkischen DITIB-Gemeinde beschmiert.
Die Täter warfen demnach mit Blut gefüllte Luftballons gegen den Eingangsbereich. Zudem wurde ein abgetrennter Schweinekopf auf das Halbmond-Symbol gesteckt. Die Täter entkamen unerkannt.
Die Generalstaatsanwaltschaft München und der Staatsschutz der Kriminalpolizei Memmingen ermitteln wegen Beschimpfung einer Religionsgemeinschaft und gemeinschädlicher Sachbeschädigung. Aufgrund der Tatumstände sei von einer islamfeindlichen Motivation auszugehen, erklärte die Generalstaatsanwaltschaft.
Spuren wurden gesichert. Die Ermittler suchen nun Zeugen zu dem Geschehen. Die Schmiererei wurden durch Mitarbeiter der Feuerwehr und der Stadt Memmingen beseitigt.
Erst Ende Januar hatte es einen ähnlichen Vorfall gegeben – ebenfalls in Bayern. Auch damals wurden im Umfeld einer Moschee in Landshut von Unbekannten Überreste eines Schweins abgelegt. Schweine gelten im Islam als unrein und sind daher eine Provokation für Muslime.



















