Der türkische Kommunikationsdirektor Burhanettin Duran hat vor einer Machtkonzentration großer Technologiekonzerne bei der Steuerung digitaler Inhalte gewarnt. Wenige Unternehmen dürften nicht mithilfe ihrer Algorithmen darüber entscheiden, welche Inhalte Milliarden Menschen in sozialen Netzwerken zu sehen bekämen, sagte Duran beim TRT World Forum in Istanbul.
„Die digitale Welt muss drei Prinzipien übernehmen und umsetzen: Rechenschaftspflicht, Fairness bei der algorithmischen Verbreitung und Vielfalt“, erklärte Duran am Samstag bei einer Diskussionsrunde zur Machtverteilung im digitalen Zeitalter.
Technologieunternehmen dürften ihren erheblichen Einfluss auf das öffentliche Leben nicht ohne Verantwortung ausüben, forderte Duran. Zudem sei eine digitale Öffentlichkeit nicht hinnehmbar, in der bestimmte Stimmen Millionen Menschen erreichten, während andere kaum Gehör fänden. „Eine gerechte Welt muss die Vielfalt der Welt selbst widerspiegeln“, sagte Duran. Kein einzelner Staat, keine Kultur und kein Unternehmen dürfe sie dominieren.
Das TRT World Forum findet jährlich in Istanbul statt. Die zehnte Ausgabe steht unter dem Motto „Eine Welt ohne Zentrum: Wer führt, wenn die Regeln nicht mehr gelten?“. Das Forum bringt seit Freitag Politiker, Wissenschaftler, Journalisten und Vertreter der Zivilgesellschaft zusammen, um über drängende globale Herausforderungen zu beraten.























