In der Straße von Hormus hat es nach Angaben der Besatzung eines Öltankers in der Nacht zum Donnerstag Explosionen gegeben. „Der Kapitän eines Tankers hat gemeldet, während der Fahrt in der Straße von Hormus zwei Explosionen gehört zu haben“, teilte die britische Seefahrtbehörde UKMTO im Onlinedienst X mit. Der Vorfall habe sich gut 15 Kilometer vor der Küste Omans ereignet. Der Tanker und seine Besatzung seien nicht betroffen.
Am Mittwoch hatte der Iran verkündet, sich mit dem Oman auf eine neue Route durch die Straße von Hormus verständigt zu haben. Beide Seiten hätten sich auf die „geografischen Koordinaten“ für die Route durch die Meerenge geeinigt, sagte der Sprecher des iranischen Außenministeriums, Esmaeil Bakaei, nach Angaben der staatlichen Nachrichtenagentur Irna. Eine gemeinsame Erklärung zu den zentralen Punkten der Vereinbarung werde derzeit fertiggestellt – „wenn bestimmte dritte Parteien den Prozess nicht behindern“, fügte er hinzu.
Iran: Sichere Schifffahrt kann nicht garantiert werden
Bakaei sagte, eine Einigung allein garantiere noch keine sichere Schifffahrt durch die Meerenge. Die Sicherheitslage hänge weiterhin mit der anhaltenden US-Blockade iranischer Häfen sowie anderen aggressiven und bedrohlichen Maßnahmen gegen den Iran zusammen. Seit Anfang des völkerrechtswidrigen US-israelischen Angriffskriegs gegen den Iran blockiert Teheran die Meerenge weitgehend. Durch die Straße von Hormus wird rund ein Fünftel des weltweit gehandelten Öls und Flüssigerdgases transportiert.
Irans Vizeaußenminister Kasem Gharibabadi bestätigte laut Irna, eine Vereinbarung zwischen dem Iran und Oman über neue Regelungen für den Schiffsverkehr in der Straße von Hormus stehe kurz vor dem Abschluss. Er betonte, die Abmachung bedeute keine vollständige Wiederöffnung der Meerenge, sondern stelle vielmehr ein neues Modell dar.
Laut dem US-Sender CNN schätzte ein ranghoher Vertreter der Golfstaaten, der mit den Verhandlungen vertraut sei, die Chancen auf eine Einigung bis Freitag auf 50:50. Ein Problem sei, dass in der iranischen Delegation Vertreter der mächtigen Revolutionsgarden fehlten, die die Details aber genehmigen müssten.






















