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Spuck-Vorwürfe bei brisantem Duell Israel gegen Irland
Irland gegen Israel war eine Nations-League-Paarung, die seit der Auslosung für viel Unruhe gesorgt hat. Beim Rückspiel gibt es nun Vorwürfe zu einem extrem unsportlichen Verhalten der israelischen Mannschaft.
Spuck-Vorwürfe bei brisantem Duell Israel gegen Irland
Backa Topola, Serbien, 04.10.2026 / Foto: Darko Vojinovic/AP

Am Rande des politisch aufgeladenen Länderspiels zwischen Irland und Israel in der Nations League soll es zu einem unsportlichen Vorfall gekommen sein. Nach Angaben irischer Medien vom Sonntagabend hat der Fitness-Trainer der Nationalmannschaft behauptet, in der Halbzeit auf dem Weg in die Kabine von israelischer Seite angespuckt worden zu sein. Belege oder Videoaufnahmen davon waren zunächst nicht bekannt. 

Auf Handyvideos aus dem Stadion in Serbien, wo die Partie ohne Zuschauer ausgetragen wurde, ist lediglich zu sehen, wie die Spieler und Betreuer etwas unruhig werden und eine Stimme ruft: „Seid clever.“

Irland-Trainer: „Werde das nicht kommentieren“

Irlands Nationaltrainer Heimir Hallgrimsson wollte sich auf der Pressekonferenz nach dem 1:1 nicht zu der Szene äußern. „Ich werde das nicht kommentieren, das ist vermutlich etwas, das sich die Disziplinarkommission anschauen wird“, sagte er. Auch in einem längeren Interview mit dem irischen Sender RTE ging Hallgrimsson nicht auf die Szene ein und verneinte lediglich die Frage, ob der „Vorfall“ und die „Anschuldigungen eines Spuck-Vorfalls“ seine Spieler beeinflusst habe. 

„Wir brauchen etwas Zeit, um dies alles zu reflektieren“, sagte der Coach. „Es ist auch der beste Zeitpunkt, um seine Feinde zu erkennen. Wenn man am Boden liegt und die Leute einen treten. Da sieht man schnell, wer versucht hat zu treten.“ Er wünsche sich in Zukunft keine Spiele mehr zwischen den beiden Nationen, sagte Hallgrimsson: „Aber das haben wir nicht zu entscheiden, das ist Sache der UEFA. Ich wünsche keiner Nationalmannschaft, das durchmachen zu müssen, was wir in diesen zwei Wochen erlebt haben. Die UEFA muss eingreifen und etwas unternehmen.“

Irland ist einer der stärksten Kritiker des israelischen Vernichtungskrieges im Gazastreifen. 2024 hatte Irland gemeinsam mit Spanien und Norwegen einen unabhängigen Staat Palästina anerkannt. Die Partie zwischen den beiden Nationalmannschaften war entsprechend politisch stark aufgeladen. Die irischen Spieler waren aus der Heimat dazu aufgefordert worden, die Länderspiele zu boykottieren. Ersatztorwart Gavin Bazuno verzichtete auf eine Teilnahme. Statt in Dublin wurde die Partie in Serbien ausgetragen, Fans waren nicht zugelassen. Die irischen Spieler verzichteten auf Händeschütteln oder Abklatschen und senkten bei der Nationalhymne Israels den Kopf. Bereits beim ersten Aufeinandertreffen der beiden Länder Ende September hatten die Iren ihren Protest zum Ausdruck gebracht.

Israel hatte nach dem Vergeltungsschlag der Widerstandsorganisation Hamas am 7. Oktober 2023 einen Vernichtungskrieg in Gaza gestartet. Viele Experten und Menschenrechtsorganisationen stufen diesen als Genozid ein. 

Am 10. Oktober 2025 trat eine Waffenruhe auf Grundlage des US-Friedensplans in Kraft, die jedoch immer wieder von Israel gebrochen wird. Nach Angaben des Gesundheitsministeriums in Gaza wurden während der Waffenruhe mindestens 1.454 Palästinenser getötet. Demnach tötete Israel seit Oktober 2023 mehr als 74.230 Menschen in Gaza und verletzte mindestens 175.206 weitere.

QUELLE:TRT Deutsch und Agenturen