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Bericht: Springer-Chef drängte Merz zu AfD-Zusammenarbeit
Ein Medienbericht sorgt derzeit für Aufsehen: Hat Axel-Springer-Chef Döpfner auf eine Zusammenarbeit von Union und der rechtspopulistischen AfD hingewirkt und Merz nach dessen Ablehnung sogar gedroht? Springer spricht von einer „glatten Lüge“.
Bericht: Springer-Chef drängte Merz zu AfD-Zusammenarbeit
Foto: -/REUTERS (Archiv)

Anfang des Jahres hat es laut einem Medienbericht zwischen Bundeskanzler Friedrich Merz und Axel-Springer-Chef Mathias Döpfner ein Vieraugengespräch im Kanzleramt gegeben, bei dem dieser den Kanzler zu einer Zusammenarbeit mit der AfD gedrängt haben soll. Das geht aus Recherchen des Redaktionsnetzwerks Deutschland (RND) hervor, die am Dienstag in dem neuen Podcast „Wenn Sie wüssten…“ in Berufung auf „mehrere vertrauenswürdige, gut informierte Personen“ und „Indizien“ präsentiert wurden. 

Demnach soll es bei dem Treffen zu einem Zerwürfnis zwischen Döpfner und Merz gekommen sein. Merz habe eine Kooperation mit der rechtspopulistischen Partei abgelehnt und erklärt, hiermit sei das Gespräch beendet. Döpfner soll daraufhin im Hinausgehen gesagt haben: „Das werden Sie noch bereuen.“

Zu der Frage, ob dieses Treffen stattgefunden hat, wolle die Bundesregierung nichts sagen, erklärten die Journalisten in der Podcast-Folge. „Wie Sie wissen, geben wir über nicht-öffentliche Termine des Bundeskanzlers grundsätzlich keine Auskunft, unabhängig davon, ob sie stattgefunden haben oder nicht“, hieß es demnach in einer Antwort an die Journalisten.

Das RND nannte als Indiz für das Treffen ein Merz-Zitat vom 9. März. Tags zuvor hatte die CDU in Baden-Württemberg eine Niederlage bei der Landtagswahl eingefahren. Daraufhin sagte Merz in einer Pressekonferenz: „Erlauben Sie mir auch den Hinweis noch zu geben: Ich werde, auch wenn ich mittlerweile sogar aus einzelnen Verlagshäusern dazu aufgefordert werde, eine andere Mehrheit im Deutschen Bundestag nicht suchen. Ich werde es nicht tun.“

Der Springer-Verlag habe sich ebenfalls zu Terminen von Döpfner nicht äußern wollen, heißt es im RND-Podcast. Es sei „totaler Unsinn“, dass Döpfner eine Zusammenarbeit zwischen Union und AfD wolle, habe der pro-israelische Verlag stattdessen erklärt. „Die Behauptungen im Podcast ‚Wenn Sie wüssten…‘ sind absurd. Die Unterstellung, Mathias Döpfner hätte den Kanzler zu einer Zusammenarbeit mit der AfD gedrängt, ist eine glatte Lüge“, heißt es in einem Post des Medienhauses am Mittwoch auf X. Sowohl „der Verlauf als auch der Inhalt des Gespräches“ seien „frei erfunden“. Es handele sich „um eine lange geplante und gezielt betriebene Rufmordkampagne gegen Mathias Döpfner“.

QUELLE:TRT Deutsch