Türkische Geheimdienste haben Medienberichten zufolge den Abzug der Terrororganisation PKK von vier Stützpunkten im Nordirak bestätigt. Die Stützpunkte in den Regionen Metina und Base seien „am 8. Oktober 2026 geräumt“ worden, berichteten am Montag türkische Medien unter Berufung auf „Sicherheitsquellen“, womit in der Regel der türkische Geheimdienst MIT gemeint ist. „Dieser Fortschritt zeigt, dass der Prozess entschlossen vorangetrieben wird“, hieß es laut der Nachrichtenagentur Anadolu.
Am Donnerstag hatte die Terrororganisation PKK nach Angaben der kurdischen Nachrichtenagentur Firat bekannt gegeben, alle ihre Kämpfer aus Türkiye und aus dem Nordirak abgezogen zu haben, „damit der türkische Staat sie nicht als Bedrohung wahrnimmt“.
Das türkische Parlament hatte das Gesetz für eine eingeschränkte und an Bedingungen geknüpfte Amnestie für PKK-Mitglieder im August verabschiedet. Die Anwendung des Gesetzes ist davon abhängig, dass „die Sicherheitsbehörden feststellen, dass die Organisation tatsächlich nicht mehr existiert und alle unter ihrer Kontrolle befindlichen Waffen und Munition abgegeben hat“, hieß es den Medien zufolge.
Ziel sei es, auf Grundlage des Gesetzes die Integration der PKK-Mitglieder in die Gesellschaft sicherzustellen, und zwar „durch Programme in zahlreichen Bereichen wie Bildung und Wirtschaft“, berichtete die türkische Nachrichtenagentur Anadolu am Montag.
Bereits im Juli 2025 hatte eine Gruppe von PKK-Mitgliedern im Rahmen des Auflösungsprozesses ihre ersten Waffen vernichtet – ein Schritt, den die türkische Regierung als „unumkehrbaren Wendepunkt“ bezeichnete.
Die Terrorgruppe PKK verübte mehr als 40 Jahre lang Anschläge in Türkiye. Sie wird für den Tod von bislang rund 40.000 Menschen, darunter Frauen und Kinder, verantwortlich gemacht. Auch die USA und die EU stufen die PKK als Terrororganisation ein.























