Insgesamt rund 4.500 Menschen haben nach Polizeiangaben am 1. Mai in Essen „lautstark und weitestgehend friedlich“ gegen eine Kundgebung und Demonstration der rechtsextremen Partei „Die Heimat“ protestiert. Im Stadtgebiet fanden 15 angemeldete Gegenveranstaltungen statt, wie die Polizei am Samstag mitteilte.
Auf Transparenten und Plakaten hieß es unter anderem „Rote Karte für Nazis“, „1. Mai - Nazifrei!“ oder „Solidarisch statt arisch“. Bei der Demonstration der Rechtsextremen, die 500 Teilnehmer angemeldet hatten, war die Beteiligung nach Angaben der Polizei „deutlich geringer.“
Strafanzeigen wegen Körperverletzung und Pyrotechnik
Insgesamt seien 14 Strafanzeigen gestellt worden, unter anderem wegen Körperverletzung und Pyrotechnik. Im Verlauf der Demonstrationen seien zudem fünf Platzverweise erteilt und eine Person in Polizeigewahrsam genommen worden.
Zu den Protesten gegen die rechtsextreme Partei hatten Gewerkschaften, Parteien, Verbände und Initiativen aufgerufen. Essens Oberbürgermeister Thomas Kufen (CDU) hatte am Freitagmorgen erklärt, der rechte Aufmarsch in der Stadt sei „unerträglich“. Essen bleibe „eine offene und demokratische Stadt“. Menschenverachtende Ideologien, Ausgrenzung und Hass hätten dort keinen Platz.
Die vom Verfassungsschutz als „gesichert rechtsextrem“ eingestufte Partei „Die Heimat“ hat laut Verfassungsschutz bundesweit rund 2.500 Mitglieder. Mit den Jungen Nationalisten gibt es auch eine eigene Jugendorganisation. In Essen befindet sich die Landeszentrale der 2023 gegründeten Partei, die aus der verbotenen NPD und der Partei Die Rechte hervorgegangen ist.











