Die USA und der Iran kommen nach den Worten von US-Präsident Donald Trump am Wochenende zu Atomgesprächen „fast auf höchster Ebene“ zusammen. „Wir werden am Samstag ein sehr großes Treffen haben“, kündigte Trump überraschend am Montag am Rande eines Treffens mit Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu im Weißen Haus an.
Irans Außenminister Abbas Araghtschi schrieb auf der Onlineplattform X, das Treffen auf „hoher Ebene“ werde in Oman stattfinden. Während Trump betonte, es würden direkte Gespräche sein, bezeichnete sie Araghtschi als „indirekt“. Das würde heißen, dass Vermittler Botschaften zwischen den beiden Seiten übermitteln.
Unabhängig davon, ob die Verhandlungen direkt oder über Mittelsmänner stattfinden, wären sie laut dem „Wall Street Journal“ die ersten zwischen Trumps Beamten und Teheran seit Trumps Rückkehr ins Amt. Trump hatte dem Iran kürzlich mit massiven Bombardierungen gedroht, sollte Teheran einem neuen Abkommen zur Begrenzung seines Atomprogramms nicht zustimmen. „Der Iran wird in großer Gefahr sein, wenn die Verhandlungen nicht erfolgreich verlaufen“, sagte Trump mit Blick auf das angekündigte Treffen am Samstag.
2015 hatte Teheran ein Abkommen unterzeichnet, das die Lockerung von Sanktionen im Gegenzug für eine Eindämmung des iranischen Atomprogramms vorsah. Während der ersten Präsidentschaft Trumps brachen die USA den Vertrag und zogen sich 2018 einseitig aus dem Abkommen zurück. Bemühungen um eine Wiederbelebung des Atomabkommens scheiterten seitdem.