Al-Scharaa vergleicht Syrien mit Patienten auf Intensivstation / Photo: AA (AA)
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Syriens Präsident der Übergangsregierung, Ahmed al-Scharaa, hat sein Land mit einem Patienten auf der Intensivstation verglichen. Die Revolution habe Syrien vor der Zerstörung bewahrt, aber das Land sei mit Wunden belastet, sagte er bei der Eröffnung einer Konferenz für nationalen Dialog in der Hauptstadt Damaskus. Heute befinde sich Syrien auf einer Intensivstation.

Al-Scharaa appellierte in der im Fernsehen übertragenen Rede an seine Landsleute, zusammenzustehen und zusammenzuarbeiten, um das Land zu heilen, zu schützen, aufzubauen und gedeihen zu lassen.

Das Land könne nach Jahren der Krise nur geeint und auf Basis eines Rechtsstaates wiederaufgebaut werden, sagte Al-Scharaa. Außerdem müsse der Staat das Monopol auf Waffen haben.

Während des Bürgerkriegs kontrollierten mehrere bewaffnete Gruppen verschiedene Teile des Landes. Während der Nordwesten und -osten zum Großteil unter Kontrolle von verschiedenen Oppositionskräften standen, kontrollierte Machthaber Baschar al-Assad bis zu seinem Sturz weite Teile im Rest des Landes.

Syrien befindet sich nach einem langen Bürgerkrieg derzeit in einer Phase des politischen Umbruchs. Eine Rebellenallianz unter Führung der Miliz Hajat Tahrir al-Scham (HTS) hatte im Dezember den Langzeitmachthaber gestürzt. Eine Übergangsregierung, die zum Großteil aus früheren HTS-Funktionären besteht, hat einen Prozess angekündigt für die Ausarbeitung einer neuen Verfassung und Wahlen im Land. In Teilen des Landes kommt es aber weiterhin zu teils schweren Kämpfen.

Die Konferenz soll einen Wendepunkt für Syriens Zukunft markieren. Vertreter der Zivilgesellschaft, Opposition und Religionsgemeinschaften sind anwesend. Zuvor gab es Kritik, weil nicht alle bewaffneten Gruppen vertreten seien, darunter auch die Syrischen Demokratischen Kräfte, die Gebiete im Nordosten des Landes kontrollieren.

TRT Deutsch und Agenturen
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