Der türkische Außenminister Hakan Fidan hat sich bei einem Besuch in Moskau besorgt gezeigt über „die jüngste Eskalation im Ukraine-Krieg“. Bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit seinem russischen Kollegen Sergej Lawrow sprach Fidan am Dienstag zudem von einer Gefahr der „geografischen Ausweitung“ des Konflikts. Dies gebe Anlass zu „ernster Sorge“, fügte er hinzu.
Insbesondere die zunehmende Zahl von Angriffen auf Ziele hinter der Front und Angriffe, die die Sicherheit der Schifffahrt im Schwarzen Meer bedrohen, hätten „Auswirkungen, die die Interessen Dritter beeinträchtigen“, sagte Fidan. Türkiye grenzt wie Russland und die Ukraine an das Schwarze Meer. Fidan fügte hinzu, „bestimmte deeskalierende Maßnahmen“ seien notwendig.
Ankara unterhält gute Beziehungen sowohl zu Moskau als auch zu Kiew. In dem Konflikt zwischen Russland und der Ukraine, der vor mehr als vier Jahren begann, trat Türkiye wiederholt als Vermittler auf. In Istanbul fanden mehrere Gesprächsrunden zwischen ukrainischen und russischen Unterhändlern statt. Dabei wurden aber keine großen Fortschritte erzielt.























