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Umfrage: Personalmangel in Schulen Grund für PISA-Pleite
Die Schüler in Deutschland haben beim Bildungsvergleichstest PISA so schlecht abgeschnitten wie nie. Woran lag das? Zwei mögliche Ursachen werden am häufigsten genannt.
Umfrage: Personalmangel in Schulen Grund für PISA-Pleite
Foto: -/REUTERS (Archiv)

Jeder Zweite sieht die schlechte personelle Ausstattung deutscher Schulen als Ursache für die schwachen Ergebnisse in der jüngsten PISA-Bildungsstudie. In einer am Donnerstag veröffentlichten YouGov-Umfrage im Auftrag der Deutschen Presse-Agentur (dpa) nannten 56 Prozent der Befragten diesen Grund. Mit 53 Prozent folgte knapp dahinter das Freizeitverhalten der Kinder, etwa zu viel Zeit am Handy. 45 Prozent sehen die Ursachen in den Lehrplänen, 41 Prozent in der frühkindlichen Bildung. 

Die Befragten wurden gebeten, aus einer Liste alle Punkte auszuwählen, die sie als Ursache der PISA-Ergebnisse von 2025 ansehen. In der jüngsten Auflage der internationalen Vergleichsstudie schnitten die 15-Jährigen in Deutschland so schlecht ab wie nie zuvor. Etwa jedem vierten Jugendlichen fehlten Basiskompetenzen in den Naturwissenschaften. Beim Lesen und in Mathematik galt das sogar für ein Drittel der Schüler. 

Die Schüler in Türkiye hingegen konnten ihre Leistungen in allen drei Bewertungsbereichen – Mathematik, Naturwissenschaften und Lesekompetenz – deutlich verbessern. Damit verzeichnete Türkiye den stärksten positiven Trend innerhalb der OECD. 

Auf die Frage, wen sie in der Bildungspolitik nun für das schlechte PISA-Ergebnis Deutschlands vor allem in der Verantwortung sehen, nannten 35 Prozent der Befragten die Landesregierungen, die über die Kultusministerkonferenz Veränderungen zwischen den Ländern koordinieren sollten. 24 Prozent sehen die einzelnen Landesregierungen in der Pflicht, vor Ort zu handeln. 25 Prozent finden, die Bundesregierung müsse mehr Förderprogramme auflegen. 

Für die Umfrage wurden zwischen dem 11. und 14. September 2026 insgesamt 2161 Wahlberechtigte befragt.

QUELLE:TRT Deutsch und Agenturen