Kurz vor Beginn der geplanten Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran zur dauerhaften Beilegung des US-israelischen Angriffskriegs gegen den Iran hat Israel den Vermittler Pakistan scharf kritisiert. Hintergrund sind Äußerungen des pakistanischen Verteidigungsministers Khawaja Muhammad Asif auf der Plattform X, in denen er Israel angesichts seiner Kriegsverbrechen in mehreren Ländern als „Fluch für die Menschheit“ und Krebsgeschwür bezeichnete.
Pakistans Verteidigungsminister: „Israel ist böse“
Verteidigungsminister Asif hatte auf X geschrieben: „Israel ist böse und ein Fluch für die Menschheit. Während in Islamabad Friedensgespräche stattfinden, wird im Libanon ein Völkermord begangen. Unschuldige Bürger werden von Israel getötet – zuerst in Gaza, dann im Iran und nun im Libanon.“ Das Blutvergießen gehe unvermindert weiter. Er hoffe, dass die Menschen, „die diesen krebsartigen Staat auf palästinensischem Boden geschaffen haben, um die europäischen Juden loszuwerden, in der Hölle schmoren“, schrieb der Minister weiter.
„Der Aufruf des pakistanischen Verteidigungsministers zur Vernichtung Israels ist empörend. Eine solche Äußerung darf von keiner Regierung toleriert werden, schon gar nicht von einer, die sich als neutraler Vermittler für den Frieden versteht“, hieß es in einer Mitteilung des Büros des israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu.
Friedensgespräche in Islamabad – Israels Angriffe auf Libanon
Nach Beginn einer zweiwöchigen Waffenruhe im völkerrechtswidrigen US-israelischen Angriffskrieg gegen den Iran soll es ab heute in der pakistanischen Hauptstadt Islamabad Friedensgespräche zwischen den USA und dem Iran geben. Als Ziel wird eine Beendigung des Iran-Kriegs angegeben, der mit Angriffen der USA und Israels Ende Februar begonnen hatte.
Auch nach Beginn der Iran-Waffenruhe flog Israel seine bislang schwersten Luftangriffe auf mehrere Orte im Libanon. Vor allem in der Hauptstadt Beirut wurden verheerende Angriffe gemeldet. Nach jüngsten Angaben des libanesischen Gesundheitsministeriums wurden seit Mittwoch mindestens 303 Menschen getötet und rund 1.150 weitere verletzt.
Nach dem Beginn des US-israelischen Angriffskrieges gegen den Iran Ende Februar war auch der schwelende Konflikt zwischen Israel und der Hisbollah im Libanon wieder eskaliert. Laut libanesischen Angaben tötete Israel seit Anfang März mindestens 1.739 Menschen und verletzte 5.873 weitere – darunter zahlreiche Frauen und Kinder.
Israel und die USA bestreiten, dass die am Mittwoch vereinbarte zweiwöchige Waffenruhe im Iran-Krieg auch für den Libanon gilt, obwohl der Vermittler Pakistan dies zunächst angekündigt hatte.








