Der Iran hat dem WM-Gastgeber USA „diskriminierende Behandlung“ vorgeworfen, weil einigen Mitgliedern der Delegation der iranischen Fußball-Nationalmannschaft offenbar die Visa für die Einreise verweigert worden waren. Die US-Behörden hätten den „diskriminierenden Umgang mit dem iranischen Fußballteam auf die Spitze getrieben“, erklärte die iranische Botschaft in Türkiye am Samstag im Onlinedienst X.
Am Freitag hatten die Mitglieder des iranischen Teams ihre Pässe bei der US-Botschaft in Ankara eingereicht. Der US-Botschafter in Ankara, Tom Barrack, lobte anschließend das Botschaftspersonal für seine „Arbeit bei der Visabearbeitung“. Iranische Medien berichteten hingegen, mehreren Mitgliedern des Betreuerstabs seien die Visa verweigert worden – unter ihnen auch dem Verbandspräsidenten Mehdi Tadsch.
Das iranische Team hält sich derzeit in Türkiye auf. Am Samstag wollten die Mitglieder nach Spanien aufbrechen und am Sonntag nach Mexiko weiterreisen.
Die Fußball-WM findet vom 11. Juni bis zum 19. Juli in Mexiko, den USA und Kanada statt. Wegen des US-israelischen Angriffskrieges gegen den Iran hatte das iranische Team sein Quartier von Tucson im US-Bundesstaat Arizona bereits in die mexikanische Grenzstadt Tijuana verlegt.
Alle drei Gruppenspiele der Mannschaft finden allerdings in den USA statt. In seinem ersten Spiel bekommt es das iranische Team am 15. Juni in Los Angeles mit Neuseeland zu tun.























